Ärz­te­ge­mein­schaft für Pra­xis-Anäs­the­sie
Ambu­lan­te Anäs­the­sien für Ein­grif­fe in Pra­xis-Ope­ra­ti­ons­sä­len und Zahn­arzt­pra­xen, Spi­tal-Stell­ver­tre­tun­gen, Not­hel­fer­kur­se BLS-AED-SRC

Praxis-Anästhesie

Als erfah­re­ne Fach­ärz­te füh­ren wir Anäs­the­sien für ambu­lan­te Ein­grif­fe in Pra­xis-Ope­ra­ti­ons­sä­len und Zahn­arzt­pra­xen durch. Bei Bedarf über­neh­men wir Stell­ver­tre­tun­gen in Spi­tä­lern und Kli­ni­ken. Zusätz­lich füh­ren wir Not­fall­kur­se (BLS-AED) durch.

Unser Team

Wir sind 7 Ärz­te, 15 Fach­frau­en Anäs­the­sie- und Inten­siv­pfle­ge sowie 2 Sekre­tä­rin­nen. Als akti­ve Mit­glie­der der Asso­cia­ti­on of Swiss Office Based Anes­the­sio­lo­gists (ASOBA) sind wir an vor­ders­ter Front bei den neus­ten fach­li­chen und stan­des­po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen rund um den Bereich «Ambu­lan­te Anäs­the­sie» dabei.

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Für Patienten

Einführung

Ambulante Operation und Narkose

Ärz­te und Zahn­ärz­te füh­ren oft klei­ne­re bis mit­tel­gros­se Ein­grif­fe ambu­lant in der eige­nen Pra­xis durch. Die Behand­lung erfolgt für Sie somit in der ver­trau­ten Umge­bung Ihres Arz­tes und ist kos­ten­güns­ti­ger als jene im Spi­tal. Die Nar­ko­se erleich­tert auch die Behand­lung von Kin­dern, Angst­pa­ti­en­ten und Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen.

Persönliche Betreuung

Als Spe­zia­lis­ten für ambu­lan­te Anäs­the­sie kom­men wir am Behand­lungs­tag in die Pra­xis Ihres Arz­tes oder Zahn­arz­tes und betreu­en Sie unun­ter­bro­chen vor, wäh­rend und nach der Behand­lung bei glei­chen Qua­li­täts- und Sicher­heits­stan­dards wie im Spi­tal. Am Vor­abend des geplan­ten Ein­griffs ruft Sie Ihr Nar­ko­se­arzt per­sön­lich an und bespricht mit Ihnen das Vor­ge­hen. Wir gehen auf indi­vi­du­el­le Wün­sche ein, betreu­en Sie per­sön­lich, ruhig und auf ent­span­nen­de Wei­se.

Die verschiedenen Narkosearten

Die moder­ne Anäs­the­sio­lo­gie bie­tet eine Viel­zahl von Ver­fah­ren zur Bewusst­seins- und Schmerz­aus­schal­tung an. Im Rah­men des tele­fo­ni­schen Vor­be­rei­tungs­ge­sprächs legen wir gemein­sam fest, wel­che Nar­ko­se­form wir anwen­den und berück­sich­ti­gen, soweit mög­lich, Ihre indi­vi­du­el­len Wün­sche. Grund­sätz­lich gilt:

  • Medi­zi­nisch gese­hen ist es fast nie rele­vant, ob man eine Voll­nar­ko­se oder eine Regio­nal­an­äs­the­sie macht.
  • Man kann (fast) immer eine Voll­nar­ko­se machen. Bei gewis­sen Ein­grif­fen muss man eine Voll­nar­ko­se machen.
  • Nicht alle Ein­grif­fe kön­nen in einer Regio­nal­an­äs­the­sie durch­ge­führt wer­den.
  • Regio­nal­an­äs­the­sien wer­den nie gegen den Wil­len des Pati­en­ten durch­ge­führt.
  • Es kann über­zeu­gen­de Grün­de geben, wes­we­gen wir Ihnen das eine oder ande­re Ver­fah­ren emp­feh­len.
All­ge­mein­an­äs­the­sie (= Voll­nar­ko­se)

Die All­ge­mein­an­äs­the­sie, auch «Voll­nar­ko­se» genannt, ist ein tief­schlaf­ähn­li­cher Zustand. Über eine Infu­si­ons­ka­nü­le wer­den spe­zi­el­le Medi­ka­men­te (Anäs­the­ti­ka) ver­ab­reicht, die direkt auf das Gehirn wir­ken und dort das Bewusst­sein aus­schal­ten. Der Pati­ent hat kei­ne Schmer­zen und nimmt vom Gesche­hen rund um ihn her­um nichts wahr. In der Regel muss bei Voll­nar­ko­sen die Atmung mit einer Gesichts- oder Kehl­kopf­mas­ke oder mit einem soge­nann­ten Tubus («Beatmungs­schlauch») künst­lich unter­stützt wer­den, was für den Pati­en­ten jedoch nicht spür­bar ist. Die Vital­funk­tio­nen (Kreis­lauf und Atmung) wer­den wäh­rend der gesam­ten Nar­ko­se­dau­er unun­ter­bro­chen über­wacht. Der Nar­ko­se­arzt kann die Dau­er der Voll­nar­ko­sen auf weni­ge Minu­ten genau steu­ern, so dass der Pati­ent kurz nach dem Ende des ope­ra­ti­ven Ein­grif­fes wie­der erwacht.

Regio­nal­an­äs­the­sie (= Teil­nar­ko­se oder Teil­an­äs­the­sie)

Bei der Regio­nal­an­äs­the­sie («Teil­nar­ko­se» oder «Teil­an­äs­the­sie») wird nur ein ein­zel­ner Kör­per­teil betäubt. Dies geschieht mit Hil­fe spe­zi­el­ler Medi­ka­men­te (Lokal­an­äs­the­ti­ka), die rund um ein­zel­ne Ner­ven­strän­ge gespritzt wer­den und dort die Aus­brei­tung der Ner­ven­im­pul­se in den Ner­ven blo­ckie­ren. Dies wird heu­te in aller Regel mit­tels Ultra­schall­kon­trol­le ganz gezielt durch­ge­führt. So kann das Schmerz­emp­fin­den ganz gezielt nur in der zu ope­rie­ren­den Kör­per­re­gi­on aus­ge­schal­tet wer­den. Nach dem Ver­ab­rei­chen der Medi­ka­men­te wer­den die so schmerz­frei gemach­ten Gebie­te zuerst warm, dann gefühl­los und kön­nen vor­über­ge­hend nicht mehr bewegt wer­den. Das Set­zen die­ser soge­nann­ten «Ner­ven­blo­cka­den» ist nicht schmerz­haft, da die Ein­stich­stel­le zuerst lokal unemp­find­lich gemacht wird. Der Pati­ent emp­fin­det also wäh­rend Regio­nal­an­äs­the­sien kei­ne Schmer­zen und ist wach. Bei Bedarf kann ein leich­tes Beru­hi­gungs­mit­tel ver­ab­reicht oder ein leich­ter Däm­mer­schlaf erzeugt wer­den. Soll­te in sel­te­nen Fäl­len die Wir­kung einer Regio­nal­an­äs­the­sie unge­nü­gend sein oder uner­war­tet zu früh nach­las­sen, kön­nen jeder­zeit Schmerz­mit­tel hin­zu­ge­fügt oder eine Voll­nar­ko­se ein­ge­lei­tet wer­den. Die­se Nar­ko­se­form ist für Kin­der und Men­schen mit Beein­träch­ti­gung meis­tens nicht geeig­net, da hier­für die Mit­ar­beit des Pati­en­ten not­wen­dig ist. Man unter­schei­det ver­schie­de­ne For­men der Regio­nal­an­äs­the­sie:

  • Rücken­marks­na­he Regio­nal­an­äs­the­sie (Spi­nal­an­äs­the­sie)
    Die gan­ze unte­re Kör­per­hälf­te wird schmerz­un­emp­find­lich gemacht. Das Medi­ka­ment wird im Len­den­be­reich in den Wir­bel­ka­nal in die Nähe des Rücken­marks (aber nicht in die­ses hin­ein) gespritzt.
  • Peri­phe­re Regio­nal­an­äs­the­sie (Ple­xus-Anäs­the­sie)
    Bei den soge­nann­ten peri­phe­ren Ner­ven­blo­cka­den wer­den gezielt die Ner­ven blo­ckiert, die eine ein­zel­ne Extre­mi­tät ver­sor­gen. Dadurch wird nur ein Arm oder ein Bein anäs­the­siert. «Ple­xus» ist die ana­to­mi­sche Bezeich­nung für ein Geflecht aus Ner­ven­fa­sern.
  • Intra­ve­nö­se Anäs­the­sie (IVRA)
    Eine Son­der­form der Regio­nal­an­äs­the­sie. Hier­bei wird das Medi­ka­ment nicht direkt in die Nähe der Ner­ven, son­dern in die Venen eines Armes oder Bei­nes ver­ab­reicht. Etwas Ähn­li­ches wie eine Blut­druck­man­schet­te ver­hin­dert, dass das Medi­ka­ment wäh­rend der Ope­ra­ti­on zu früh weg­ge­spült wird.
Lokal­an­äs­the­sie

Die­se wird in der Regel vom Ope­ra­teur selbst gesetzt. Dabei wird das (in der Regel klei­ne) Ope­ra­ti­ons­ge­biet durch direk­tes Ein­sprit­zen des Medi­ka­men­tes am Ort unemp­find­lich gemacht. Bei Bedarf kann der Nar­ko­se­arzt zusätz­lich Beru­hi­gungs- oder Schmerz­mit­tel ver­ab­rei­chen.

Seda­ti­on / Anal­go­se­da­ti­on

Das Bewusst­sein und die Schmerz­emp­fin­dung wer­den mit Medi­ka­men­ten gedämpft, aber nicht ganz aus­ge­schal­tet. Der Pati­ent befin­det sich in einem ober­fläch­li­chen Däm­mer­zu­stand. Die Erin­ne­rung an den ope­ra­ti­ven Ein­griff geht häu­fig ver­lo­ren. Kreis­lauf und Atmung wer­den aus Sicher­heits­grün­den lau­fend über­wacht.

Risiken und Nebenwirkungen

Mög­li­che Risi­ken und Neben­wir­kun­gen von Nar­ko­sen und Regio­nal­an­äs­the­sien:

All­ge­mei­ne Risi­ken

Alle heu­ti­gen Nar­ko­se­ver­fah­ren gel­ten als sehr sicher. Das Risi­ko einen schwer­wie­gen­den Nar­ko­se­zwi­schen­fall zu erlei­den ist ver­gleich­bar mit dem Risi­ko einen Flug­zeug­ab­sturz zu erle­ben. Wie all­ge­mein im Leben besteht auch in der Medi­zin trotz aller Sorg­falt der betei­lig­ten Ärz­te und Pfle­gen­den immer ein mini­ma­les Rest­ri­si­ko für Kom­pli­ka­tio­nen! Das Gesamt­ri­si­ko eines ope­ra­ti­ven Ein­grif­fes und der dafür nöti­gen Nar­ko­se hängt unter ande­rem von fol­gen­dem ab:

  • Alter des Pati­en­ten
  • Lebens­ge­wohn­hei­ten des Pati­en­ten (z. B. Nikotin‑, Alkohol‑, Dro­gen­kon­sum)
  • Vor­lie­gen von Vor- und Begleit­erkran­kun­gen und deren Schwe­re­grad
  • Kom­ple­xi­tät und der Dau­er des ope­ra­ti­ven Ein­grif­fes
  • Zeit­punkt des Ein­grif­fes (geplant oder not­fall­mäs­sig)
  • Erfah­rung der betei­lig­ten Ärz­te

Die Kennt­nis die­ser Risi­ko­fak­to­ren ist für den Anäs­the­sie­arzt sehr wich­tig. Aus die­sem Grund müs­sen Sie vor jeder Nar­ko­se einen Gesund­heits­fra­ge­bo­gen aus­fül­len, damit Ihr indi­vi­du­el­les Nar­ko­se­ri­si­ko beur­teilt wer­den kann. Für ambu­lan­te Ein­grif­fe kom­men in der Regel nur Pati­en­ten mit kei­nen oder nur leicht­gra­di­gen Risi­ko­fak­to­ren in Fra­ge. Sie als Pati­ent tra­gen wesent­lich zur Risi­ko­mi­ni­mie­rung bei, indem Sie uns über mög­li­che Risi­ko­fak­to­ren infor­mie­ren und sich an die Emp­feh­lun­gen des Nar­ko­se­arz­tes hal­ten.

Neben­wir­kun­gen

Häu­fi­ge, harm­lo­se Begleit­erschei­nun­gen von Voll­nar­ko­sen kön­nen sein:

  • Übel­keit und Erbre­chen. Dies kann jedoch fast immer sehr gut und schnell behan­delt wer­den.
  • Leich­te Hals­schmer­zen und even­tu­ell Hei­ser­keit, bedingt durch die wäh­rend der Nar­ko­se zur Beatmung ver­wen­de­te Kehl­kopf­mas­ke bzw. dem ver­wen­de­ten Beatmungs­schlau­ches (Tubus). Auch die­se Beschwer­den sind vor­über­ge­hend und kön­nen gut behan­delt wer­den.

Bei Regio­nal­an­äs­the­sie tre­ten gele­gent­lich fol­gen­de uner­wünsch­ten Effek­te auf:

  • Schmer­zen bei der Punk­ti­on. Die­se kön­nen meis­tens durch eine  Nach­bes­se­rung der ört­li­chen Betäu­bung an der Punk­ti­ons­stel­le besei­tigt wer­den.
  • Unge­nü­gen­de oder zu kur­ze Wir­kung. Die­ses Pro­blem kann mit zusätz­li­cher Gabe von Schmerz­mit­teln oder not­falls durch einen zusätz­li­chen Däm­mer­schlaf oder allen­falls eine zusätz­li­chen Voll­nar­ko­se beho­ben wer­den.
  • Harn­ver­halt (nach Spi­nal­an­äs­the­sie). Die gefüll­te Harn­bla­se kann nicht sofort spon­tan ent­leert wer­den. In sehr sel­te­nen Fäl­len muss die Bla­se dann mit­tels eines Kathe­ters ent­leert wer­den. 
Sel­te­ne spe­zi­fi­sche Risi­ken

Sehr sel­ten kön­nen bei Voll­nar­ko­sen fol­gen­de spe­zi­fi­sche Kom­pli­ka­tio­nen auf­tre­ten:

  • Zahn­schä­den
  • Stimm­band­schä­den
  • Schwie­rig­kei­ten beim Ein­füh­ren des Beatmungs­schlau­ches (Tubus)
  • Aspi­ra­ti­on (Ein­drin­gen von Spei­chel, Flüs­sig­keit, Nah­rung, Refluat oder Kon­trast­mit­tel in die Atem­we­ge)
  • Wach­heit wäh­rend der Nar­ko­se (Awa­re­ness)

Bei Regio­nal­an­äs­the­sien kommt es sehr sel­ten zu:

  • Infek­ti­on an der Punk­ti­ons­stel­le
  • Kopf- oder Rücken­schmer­zen (nach Spi­nal­an­äs­the­sie)
  • Ner­ven­schä­di­gun­gen mit Gefühls­stö­run­gen und Läh­mun­gen

 


 

Für Patienten

Der Ablauf von A – Z

Erfah­ren Sie mehr über den gesam­ten Ablauf der Nar­ko­se. Kli­cken Sie dazu auf eines der nach­fol­gen­den Kapi­tel.

Vor der Ope­ra­ti­on

Patienteninformation und Gesundheitsfragebogen

Eini­ge Tage, nach­dem Ihr Arzt (Ope­ra­teur) oder Zahn­arzt Sie bei uns ange­mel­det hat und ein geeig­ne­ter Ter­min für den geplan­ten Ein­griff gefun­den wor­den ist, erhal­ten Sie von uns ein Mail einen Brief mit einer Pati­en­ten­in­for­ma­ti­on und einem Gesund­heits­fra­ge­bo­gen. Den Gesund­heits­fra­ge­bo­gen retour­nie­ren Sie uns bit­te mög­lichst rasch. Sie kön­nen das auf drei Arten tun:

  • Sie kön­nen den Fra­ge­bo­gen direkt online aus­fül­len. (Sie erhal­ten dazu einen per­sön­li­chen Link.)
  • Sie kön­nen das per Mail zuge­stell­te Pdf aus­dru­cken oder den per Post zuge­stell­ten Fra­ge­bo­gen ver­wen­den. Den aus­ge­füll­ten Fra­ge­bo­gen kön­nen Sie uns per Mail (bit­te wenn mög­lich als Scan und nicht als Foto) zurück­sen­den.
  • Sie kön­nen, falls die Zeit dazu reicht, den gemail­ten oder per Post erhal­te­nen Fra­ge­bo­gen per Post an unser Sekre­ta­ri­at zurück­schi­cken.

Soll­te die Zeit dafür aus­nahms­wei­se nicht rei­chen, brin­gen Sie ihn bit­te aus­ge­füllt zur Behand­lung mit. Wenn auf­grund Ihrer Ant­wor­ten im Gesund­heits­fra­ge­bo­gen wei­te­re Abklä­run­gen not­wen­dig sind, set­zen wir uns umge­hend mit Ihnen und even­tu­ell Ihrem Haus­arzt in Ver­bin­dung. In sehr sel­te­nen Fäl­len muss des­halb der geplan­te Ein­griffs­ter­min ver­scho­ben wer­den oder die Zusatz­be­fun­de bedin­gen eine Ope­ra­ti­on sta­tio­när in einem Spi­tal.

Telefonanruf am Vorabend des Eingriffes

Spä­tes­tens am Tag vor der Ope­ra­ti­on, in der Regel abends, ruft Ihr Nar­ko­se­arzt Sie per­sön­lich an. Im Rah­men die­ses Gesprä­ches wird er mit Ihnen zusam­men die Nar­ko­se­form defi­ni­tiv fest­le­gen. Es wer­den die wich­tigs­ten Risi­ken ange­spro­chen und alle Ihre Fra­gen beant­wor­tet.

Nüchternheitsgebot

  • Wich­tig ist, dass Sie min­des­tens sechs Stun­den vor dem Ein­griff kei­ne fes­te Nah­rung oder milch­hal­ti­gen Geträn­ke mehr zu sich neh­men.
  • Erlaubt sind bis eine Stun­de vor dem Ein­griff noch kla­re Flüs­sig­kei­ten wie Was­ser, Sirup, Tee mit Zucker oder schwar­zer Kaf­fee mit Zucker. 
  • In der letz­ten Stun­de vor dem Ein­griff dür­fen Sie dann gar nichts mehr zu sich neh­men!
  • Ein Bier oder ein Glas Wein am Vor­abend sind gestat­tet. Rau­chen Sie, wenn Sie nicht ohne Mühe ganz dar­auf ver­zich­ten kön­nen, am Ein­griffs­tag nicht mehr als sonst auch.

Persönliche Medikamente

Per­sön­li­che Medi­ka­men­te neh­men Sie bit­te auch am Ein­griffs­tag wie gewohnt ein – all­fäl­li­ge Aus­nah­men wer­den beim tele­fo­ni­schen Vor­ge­spräch fest­ge­legt. Ob und wann «blut­ver­dün­nen­de» Medi­ka­men­te vor dem Ein­griff abge­setzt wer­den müs­sen, ent­schei­det in der Regel der ope­rie­ren­de Arzt bezie­hungs­wei­se der Zahn­arzt.

Änderungen des Gesundheitszustandes

Wir bit­ten Sie uns all­fäl­li­ge Ände­run­gen Ihres Gesund­heits­zu­stan­des recht­zei­tig mit­zu­tei­len. So zum Bei­spiel Erkäl­tun­gen, Grip­pe, neu ein­ge­setz­te Medi­ka­men­te oder eine Ver­schlech­te­rung des All­ge­mein­be­fin­dens.

Am Ope­ra­ti­ons­tag

Was muss ich am Eingriffstag beachten

  • Zie­hen Sie beque­me Klei­der an, las­sen Sie alle unnö­ti­gen Acces­soires zu Hau­se.
  • Tra­gen Sie mög­lichst wenig Schmuck und ver­zich­ten Sie weit­ge­hend auf Make-up.
  • Pier­cings im Gesichts­be­reich und je nach Ein­griff auch an ande­ren Kör­per­stel­len soll­ten auf­grund von Ver­let­zungs­ge­fahr (Ver­bren­nung bei Ver­wen­dung von elek­tri­schem Strom z. B. zur Blut­stil­lung) oder eines allen­falls mög­li­chen Ver­lusts ent­fernt wer­den. Spre­chen Sie Ihren Nar­ko­se­arzt dar­auf an.
  • Zahn­pro­the­sen und Hör­ge­rä­te müs­sen, wenn über­haupt, erst unmit­tel­bar vor der Nar­ko­se­ein­lei­tung ent­fernt wer­den.
  • Benut­zen Sie eine Bril­le statt Kon­takt­lin­sen.

Nüchternheitszeiten

Bit­te hal­ten Sie unbe­dingt die ver­ein­bar­ten Nüch­tern­heits­zei­ten ein:

  • bis maxi­mal 6 Stun­den vor Beginn des Ein­grif­fes fes­te Nah­rung und milch­hal­ti­ge Geträn­ke
  • bis maxi­mal 1 Stun­de vor Beginn des Ein­griffs kla­re Flüs­sig­kei­ten (Was­ser, Sirup, gesüss­ter Tee oder Kaf­fee)!

Neh­men Sie per­sön­li­che Medi­ka­men­te wie mit dem Nar­ko­se­arzt abge­spro­chen ein. Rau­chen Sie, wenn Sie nicht ohne Mühe ganz dar­auf ver­zich­ten kön­nen, vor dem vor­ge­se­he­nen Ein­griffs­ter­min nicht mehr als nor­mal.

Dokumente

Bit­te brin­gen Sie Ihre Medi­ka­men­ten­lis­te, Ihren All­er­gie­pass, Ihren Aus­weis zur Blut­ver­dün­nung, Ihren Herz­schritt­ma­cher­aus­weis etc. zur Ope­ra­ti­on mit.

Eventuelle Wartezeit

Wir sind Ihnen sehr dank­bar, wenn Sie die abge­mach­te Zeit genau ein­hal­ten. Fin­den bei einem Arzt oder Zahn­arzt an einem Tag meh­re­re Ein­grif­fe hin­ter­ein­an­der statt, kann es zu Ver­zö­ge­run­gen kom­men. Wir set­zen alles dar­an, Sie recht­zei­tig dar­über zu infor­mie­ren, so dass Sie lan­ge War­te­zei­ten – wenn erwünscht – auch zu Hau­se ver­brin­gen kön­nen. Wir bedan­ken uns für Ihr Ver­ständ­nis, wenn es zu War­te­zei­ten kommt.

Letzte kurze Besprechung

In der Pra­xis wird Ihr Arzt bzw. Zahn­arzt bei Bedarf noch­mals kurz mit Ihnen spre­chen um fest­zu­stel­len, ob noch letz­te Fra­gen oder Unsi­cher­hei­ten bezüg­lich des geplan­ten Ein­grif­fes vor­han­den sind.

Anästhesie-Einleitung

Danach wer­den Sie in den Behand­lungs­raum geführt und gebe­ten, es sich auf dem Ope­ra­ti­ons­tisch bezie­hungs­wei­se dem Zahn­arzt­stuhl so bequem wie mög­lich zu machen. Das Anäs­the­sie-Team wird Sie nun für die Nar­ko­se vor­be­rei­ten. Dazu gehö­ren:

  • das Auf­kle­ben von drei (bis fünf) Elek­tro­den im Brust­be­reich für die Herz-Über­wa­chung (Elek­tro­kar­dio­gramm)
  • das Anbrin­gen einer Blut­druck-Man­schet­te um einen Ober­arm
  • das Befes­ti­gen eines Fin­ger­sen­sors für die Mes­sung der Sau­er­stoff-Sät­ti­gung im Blut (Puls­oxy­me­trie)
  • das Anle­gen einer Infu­si­on in eine Vene auf dem Hand­rü­cken oder am Vor­der­arm.

Wenn Sie eine Voll­nar­ko­se bekom­men und alles bereit ist, wer­den wir Ihnen nun in kur­zer Fol­ge hin­ter­ein­an­der ein star­kes Schmerz­mit­tel, ein star­kes Schlaf­mit­tel und danach noch ein Medi­ka­ment gegen die Übel­keit nach der Nar­ko­se über die Infu­si­ons­lei­tung in die Vene sprit­zen, wor­auf Sie innert weni­ger Sekun­den ein­schla­fen. Kon­zen­trie­ren Sie sich vor dem Start der Nar­ko­se auf etwas Posi­ti­ves, dann wer­den Sie viel­leicht wäh­rend der Nar­ko­se etwas Ange­neh­mes träu­men.

Wenn Sie statt einer Voll­nar­ko­se eine Regio­nal­an­äs­the­sie bekom­men, wird der Nar­ko­se­arzt nach den oben beschrie­be­nen Vor­be­rei­tun­gen nun die not­wen­di­ge Punk­ti­on vor­neh­men, damit das gewünsch­te Kör­per­ge­biet schmerz­un­emp­find­lich wird. Er ver­wen­det dabei in aller Regel ein Ultra­schall­ge­rät, dass ein siche­res Plat­zie­ren der Nadel und damit ein ganz ziel­ge­nau­es Sprit­zen des Lokal­an­äs­the­ti­kums ermög­licht.   

Während der Operation

Wäh­rend der gan­zen Anäs­the­sie­dau­er wer­den Sie vom Anäs­the­sie-Team lücken­los über­wacht. Übli­cher­wei­se muss wäh­rend Voll­nar­ko­sen die Atmung künst­lich unter­stützt wer­den, davon spü­ren Sie jedoch nichts. Wäh­rend des Ein­grif­fes erhal­ten Sie Schmerz­mit­tel ver­ab­reicht, so dass Sie in der Regel ohne gros­se Schmer­zen auf­wa­chen kön­nen. Die heu­ti­gen Nar­ko­se­me­di­ka­men­te sind sehr gut steu­er­bar, sodass Sie schon weni­ge Minu­ten nach dem Ein­griffs­en­de wie­der erwa­chen. Die Haupt­wir­kungs­dau­er der für Regio­nal­an­äs­the­sien ver­wen­de­ten Lokal­an­äs­the­ti­ka beträgt je nach Prä­pa­rat ca. 1 bis 6 Stun­den.

Nach der Ope­ra­ti­on

Überwachung nach der Operation (Postoperative Überwachung)

Auch bei ambu­lan­ten Ein­grif­fen folgt auf jede Anäs­the­sie noch eine mehr oder weni­ger lan­ge «Auf­wach­pha­se». Je nach Art des durch­ge­führ­ten Ein­griffs vari­iert die Dau­er der post­ope­ra­ti­ven Über­wa­chung in der Pra­xis von einer hal­ben bis eini­gen weni­gen Stun­den. Sobald Sie genü­gend wach sind und sich wohl füh­len, dür­fen Sie in der Regel wie­der etwas trin­ken und essen.

Entlassung nach Hause

Wenn Sie sich gut erholt haben, mög­lichst kei­ne Schmer­zen und kei­ne Übel­keit haben und sicher gehen kön­nen, dür­fen Sie den Heim­weg antre­ten. Gehen Sie bit­te auf dem direk­ten Weg nach Hau­se. Wir emp­feh­len Ihnen, sich in einem Pri­vat­au­to chauf­fie­ren zu las­sen und nicht ein Taxi oder die ÖV zu benut­zen. Dabei ist es uner­läss­lich, dass Sie von einer erwach­se­nen Per­son beglei­tet wer­den!

Verhalten zu Hause

Zu Hau­se soll­ten Sie noch für ein paar Stun­den jeman­den in Ruf­nä­he haben.
Wir geben Ihnen Schmerz­mit­tel mit, so dass Sie auch erst spä­ter auf­tre­ten­de Schmer­zen selbst behan­deln kön­nen.
Auch wenn Kom­pli­ka­tio­nen bei ambu­lan­ten Ein­grif­fen glück­li­cher­wei­se sehr sel­ten sind, ste­hen wir – und auch Ihr Arzt bzw. Zahn­arzt – Ihnen auch spä­ter jeder­zeit für Fra­gen und Unter­stüt­zung zur Ver­fü­gung!

Wichtig: Folgende Verhaltensregeln sind zu beachten:

  • Füh­ren Sie wäh­rend 24 Stun­den nach der Ent­las­sung kein Fahr­zeug und bedie­nen Sie kei­ne gefähr­li­chen Maschi­nen!
  • Trin­ken Sie nach der Ent­las­sung kei­nen Alko­hol. Dies gilt für min­des­tens 24 Stun­den bzw. für die Zeit, wäh­rend der Sie Schmerz­mit­tel und / oder Anti­bio­ti­ka ein­neh­men müs­sen.
  • Schlies­sen Sie wäh­rend 24 Stun­den nach der Ent­las­sung kei­ne Ver­trä­ge ab und leis­ten Sie kei­ne rechts­ver­bind­li­chen Unter­schrif­ten!
  • Hal­ten Sie sich auch an die Anwei­sun­gen Ihres Arz­tes bzw. Zahn­arz­tes!
  • Zu Ihrer Sicher­heit geben wir Ihnen ein Doku­ment mit nach Hau­se, auf wel­chem alle wich­ti­gen Medi­ka­men­ten­ver­ord­nun­gen, Ver­hal­tens­re­geln und Tele­fon­num­mern auf­ge­führt sind.

Nachbetreuung

Auch nach dem Ein­griff sind wir jeder­zeit für Sie erreich­bar! Eini­ge Tage nach dem Ein­griff ruft der Anäs­the­sist Sie noch­mals an um sich per­sön­lich nach Ihrem Wohl­erge­hen zu erkun­di­gen.

Auswertung

Wir behal­ten uns vor, Daten in anonym­sier­ter Form für wis­sen­schaft­li­che Zwe­cke und Qua­li­täts­kon­trol­len aus­zu­wer­ten.

 


 

Für Patienten

Kinder

Erfah­ren Sie mehr über den gesam­ten Ablauf der Nar­ko­se bei Kin­dern. Kli­cken Sie dazu auf eines der nach­fol­gen­den Kapi­tel.

Beglei­tung

Ein ope­ra­ti­ver Ein­griff oder eine Zahn­be­hand­lung ist für Kin­der jeden Alters eine tief­grei­fen­de Erfah­rung. Manch­mal gera­ten sie des­we­gen aus dem Gleich­ge­wicht und ver­hal­ten sich plötz­lich ganz anders. Die unge­wohn­te Umge­bung, die vie­len unbe­kann­ten Gesich­ter wir­ken ein­schüch­ternd. Vie­le Kin­der fürch­ten sich vor der Behand­lung, sie haben Angst vor Schmer­zen oder der Tren­nung von ihren Eltern. Des­halb ist es wich­tig, wenn min­des­tens ein Eltern­teil oder eine enge Bezugs­per­son das Kind beglei­tet. Bei uns dür­fen Sie immer bei Ihrem Kind blei­ben, bis die­ses ein­ge­schla­fen ist.

Spiel­sa­chen mit­neh­men

Neh­men Sie ver­trau­te Spiel­sa­chen mit: den Kuschel­bär, die Lieb­lings­pup­pe oder die «Nosche­li-Decke». Es macht nichts, wenn die­se Gegen­stän­de alt oder beschä­digt sind. Haupt­sa­che, sie geben Ihrem Kind ein Gefühl von Ver­traut­heit und Gebor­gen­heit. Neh­men Sie viel­leicht auch noch ein Buch mit, aus dem Sie vor­le­sen kön­nen, falls es zu War­te­zeit kom­men soll­te.

Was soll ich mei­nem Kind sagen?

Spre­chen Sie mit Ihrem Kind über die bevor­ste­hen­de Behand­lung und die Nar­ko­se und erklä­ren Sie ihm was es erwar­tet. Eine dem Alter und der Situa­ti­on des Kin­des ange­pass­te Infor­ma­ti­on hilft mit Angst abzu­bau­en und schafft Ver­trau­en und Sicher­heit. Es ist nicht immer ein­fach, die rich­ti­gen Wor­te zu fin­den, aber – auch wenn es gut gemeint ist –, schwin­deln Sie Ihr Kind nie an! Eine hilf­rei­che Faust­re­gel ist: Nichts beschö­ni­gen und auch nicht dra­ma­ti­sie­ren, son­dern Ruhe und Zuver­sicht ver­mit­teln. Ver­su­chen Sie alle Fra­gen Ihres Kin­des alters­ge­recht zu beant­wor­ten. Las­sen Sie es wis­sen, dass Sie bis zum Beginn des Ein­grif­fes bei ihm blei­ben und nach dem Ein­griffs­en­de wie­der da sein wer­den. Haben Sie Ver­trau­en in unser Kön­nen und unse­re Erfah­rung. Für Sie und Ihr Kind bedeu­ten der Ein­griff und die Nar­ko­se eine Aus­nah­me­si­tua­ti­on, für uns ist es unse­re täg­li­che Arbeit.

Pati­en­ten­in­for­ma­ti­on, Gesund­heits­fra­ge­bo­gen

Sobald der Behand­lungs­ter­min fest­steht, bekom­men Sie von uns ein Mail einen Brief mit einer Pati­en­ten­in­for­ma­ti­on und einem Gesund­heits­fra­ge­bo­gen. Den Gesund­heits­fra­ge­bo­gen retour­nie­ren Sie uns bit­te mög­lichst rasch. Sie kön­nen das auf drei Arten tun:

  • Sie kön­nen den Fra­ge­bo­gen direkt online aus­fül­len. (Sie erhal­ten dazu einen per­sön­li­chen Link.)
  • Sie kön­nen das per Mail zuge­stell­te Pdf aus­dru­cken oder den per Post zuge­stell­ten Fra­ge­bo­gen ver­wen­den. Den aus­ge­füll­ten Fra­ge­bo­gen kön­nen Sie uns per Mail (bit­te wenn mög­lich als Scan und nicht als Foto) zurück­sen­den.
  • Sie kön­nen, falls die Zeit dazu reicht, den gemail­ten oder per Post erhal­te­nen Fra­ge­bo­gen per Post an unser Sekre­ta­ri­at zurück­schi­cken.

Wenn auf­grund Ihrer Ant­wor­ten im Gesund­heits­fra­ge­bo­gen bei Ihrem Kind allen­falls noch wei­te­re Abklä­run­gen not­wen­dig sind, set­zen wir uns umge­hend mit Ihnen und even­tu­ell dem Kin­der- bzw. Haus­arzt in Ver­bin­dung. In sel­te­nen Fäl­len muss der geplan­te Ein­griffs­ter­min ver­scho­ben wer­den oder die Zusatz­be­fun­de bedin­gen eine Ope­ra­ti­on sta­tio­när in einem Spi­tal.

Tele­fon­an­ruf am Vor­abend des Ein­grif­fes

Spä­tes­tens am Tag vor der Ope­ra­ti­on, in der Regel abends, ruft der Nar­ko­se­arzt Sie per­sön­lich an. Im Rah­men die­ses Gesprä­ches wird er mit Ihnen zusam­men den Ablauf der Nar­ko­se Ihres Kin­des bespre­chen. Bei Kin­dern sind meis­tens Voll­nar­ko­sen not­wen­dig, in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen kann eine ein­fa­che Seda­ti­on genü­gen. Es wer­den die wich­tigs­ten Risi­ken ange­spro­chen und alle Ihre Fra­gen beant­wor­tet. Damit wird erreicht, dass Sie und ihr Kind in der Nacht vor dem Ein­griff mög­lichst gut schla­fen und am Fol­ge­tag aus­ge­ruht und ent­spannt in die Pra­xis kom­men.

Nüch­tern­heits­ge­bot
  • Wich­tig ist, dass Ihr Kind min­des­tens sechs Stun­den vor dem Ein­griff kei­ne fes­te Nah­rung, oder milch­hal­ti­gen Geträn­ke mehr zu sich nimmt.
  • Erlaubt sind bis eine Stun­den vor dem Ein­griff noch kla­re Flüs­sig­kei­ten wie Was­ser, Sirup oder Tee mit Zucker.
  • In der letz­ten Stun­de vor dem Ein­griff darf Ihr Kind dann gar nichts mehr zu sich neh­men!
Medi­ka­men­te

Soll­te Ihr Kind Medi­ka­men­te ein­neh­men müs­sen, so geben Sie ihm die­se bit­te auch am Ein­griffs­tag wie gewohnt ein. All­fäl­li­ge Aus­nah­men wer­den beim tele­fo­ni­schen Vor­ge­spräch fest­ge­legt.

Kurz­fris­ti­ge Ände­run­gen des Gesund­heits­zu­stan­des

Zudem bit­ten wir Sie, uns all­fäl­li­ge Ände­run­gen des Gesund­heits­zu­stan­des Ihres Kin­des recht­zei­tig mit­zu­tei­len. So zum Bei­spiel Erkäl­tun­gen, Grip­pe oder eine Ver­schlech­te­rung des All­ge­mein­be­fin­dens.

Ver­hal­ten am Tag des Ein­grif­fes

Zie­hen Sie Ihrem Kind beque­me Klei­der an und füh­ren Sie es unmit­tel­bar vor dem Beginn der Nar­ko­se-Ein­lei­tung zur Toi­let­te. Brin­gen Sie Win­deln oder Ersatz­wä­sche mit, da gele­gent­lich wäh­rend oder kurz nach der Nar­ko­se «ein klei­nes Unglück» gesche­hen kann.

Anäs­the­sie-Ein­lei­tung
  • Nor­ma­ler­wei­se ver­zich­ten wir auf Vor­be­rei­tungs­me­di­ka­men­te (Prä­me­di­ka­tio­nen). Wenn es in Aus­nah­me­fäl­len unum­gäng­lich ist, kön­nen wir Ihrem Kind vor dem Ein­griff etwas Sirup oder einen Nasen­spray mit einem beru­hi­gen­den Medi­ka­ment ver­ab­rei­chen. Inner­halb von 10 bis 30 Minu­ten wird sich das Kind in der Regel ent­span­nen und müde wer­den.
  • Die Ein­lei­tung der Nar­ko­se erfolgt bei Kin­dern übli­cher­wei­se über eine Gesichts­mas­ke. Das Kind atmet das gas­för­mi­ge Nar­ko­se­me­di­ka­ment zusam­men mit Sau­er­stoff ein und schläft innert weni­ger Sekun­den ein. Klei­ne­re Kin­der kön­nen für die Nar­ko­se-Ein­lei­tung auf den Knien einer Bezugs­per­son sit­zen.
  • Sobald das Kind ein­ge­schla­fen ist, dür­fen Sie den Behand­lungs­raum ver­las­sen und dar­auf ver­trau­en, dass wir Ihr Kind kon­ti­nu­ier­lich über­wa­chen und betreu­en.
  • Es wird nun ein Venen­zu­gang gelegt (In sel­te­nen Aus­nah­me­fäl­len muss der Venen­zu­gang schon vor der Nar­ko­se-Ein­lei­tung gelegt wer­den). Dies geschieht wenn immer mög­lich im Bereich eines Hand­rü­ckens oder Vor­der­ar­mes, in Aus­nah­me­fäl­len auch an einem Fuss. Danach wird das jetzt bereits tief schla­fen­de Kind an den Über­wa­chungs­mo­ni­tor (Elek­tro­kar­dio­gramm (Herz­über­wa­chung), Blut­druck, Sau­er­stoff­sät­ti­gung im Blut) ange­schlos­sen. Je nach geplan­tem Ein­griff erfolgt nun das Ein­le­gen einer Larynx­mas­ke oder eine Intu­ba­ti­on (Ein­füh­rung eines Beatmungs­schlau­ches durch Mund oder Nase). Davon spürt Ihr Kind jedoch nichts! Danach kann der Ein­griff begin­nen.
Wäh­rend der Ope­ra­ti­on

Wäh­rend der gan­zen Anäs­the­sie­dau­er wird Ihr Kind vom Anäs­the­sie-Team pau­sen­los über­wacht. In der Regel muss wäh­rend Voll­nar­ko­sen die Atmung künst­lich unter­stützt wer­den, davon spürt Ihr Kind jedoch nichts. Wäh­rend der Ope­ra­ti­on wer­den Schmerz­mit­tel ver­ab­reicht, so dass Ihr Kind ohne gros­se Schmer­zen auf­wa­chen kann.

Anäs­the­sie-Ende, Ent­las­sung

5 bis 10 Minu­ten nach Ende des Ein­grif­fes erwacht Ihr Kind wie­der und Sie dür­fen wie­der zu ihm kom­men. Meis­tens nach wei­te­ren 30 bis 60 Minu­ten, sobald es aus­rei­chend wach, schmerz­frei und ohne Übel­keit ist, kön­nen Sie mit ihm nach Hau­se zurück­keh­ren. Die Ent­las­sung erfolgt immer nur in Beglei­tung einer erwach­se­nen Per­son.

Ver­hal­ten zu Hau­se

Pla­nen Sie ein, Ihr Kind auch wäh­rend des rest­li­chen Ein­griffs­ta­ges zu beauf­sich­ti­gen und zu betreu­en. Wir geben Ihnen für den Bedarfs­fall Schmerz­mit­tel für Ihr Kind mit, sodass Sie auch erst spä­ter zu Hau­se auf­tre­ten­de Schmer­zen pro­blem­los selbst behan­deln kön­nen. Auch wenn Kom­pli­ka­tio­nen bei ambu­lan­ten Ein­grif­fen glück­li­cher­wei­se sehr sel­ten sind, ste­hen wir – und auch Ihr Arzt bzw. Zahn­arzt – Ihnen auch spä­ter jeder­zeit für Fra­gen und Unter­stüt­zung zur Ver­fü­gung. Zu Ihrer Sicher­heit geben wir Ihnen ein Doku­ment mit nach Hau­se, auf wel­chem alle wich­ti­gen Medi­ka­men­ten­ver­ord­nun­gen, Ver­hal­tens­re­geln und Tele­fon­num­mern auf­ge­führt sind.

 


 

Für Patienten

Menschen mit Beeinträchtigungen

Erfah­ren Sie mehr über den gesam­ten Ablauf der Nar­ko­se bei Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen. Kli­cken Sie dazu auf eines der nach­fol­gen­den Kapi­tel.

Beglei­tung

Ein ope­ra­ti­ver Ein­griff oder eine Zahn­be­hand­lung kann für Men­schen mit einer Beein­träch­ti­gung gros­sen Stress ver­ur­sa­chen. Die unge­wohn­te Umge­bung, die vie­len unbe­kann­ten Gesich­ter wir­ken ein­schüch­ternd. Des­halb ist es wich­tig, wenn min­des­tens eine ver­trau­te Bezugs­per­son (z. B. Eltern­teil oder Betreu­ungs­per­son) den Pati­en­ten beglei­tet. Bei uns dür­fen Sie bei ihm blei­ben bis er ein­ge­schla­fen ist.
Neh­men Sie allen­falls ver­trau­te Gegen­stän­de (Spiel­sa­chen, ein Plüsch­tier oder die «Nosche­li-Decke») mit. Es macht nichts, wenn die­se Gegen­stän­de alt und beschä­digt sind. Haupt­sa­che, sie geben dem Pati­en­ten ein Gefühl von Ver­traut­heit und Gebor­gen­heit.

Was soll ich der Pati­en­tin / dem Pati­en­ten sagen?

Wenn es mög­lich ist, spre­chen Sie mit dem Pati­en­ten über die bevor­ste­hen­de Behand­lung und die Nar­ko­se und erklä­ren Sie ihm was ihn erwar­tet. Eine dem Auf­fas­sungs­ver­mö­gen und der Situa­ti­on ange­pass­te Infor­ma­ti­on hilft mit, Angst abzu­bau­en und schafft Ver­trau­en und Sicher­heit.

Pati­en­ten­in­for­ma­ti­on, Gesund­heits­fra­ge­bo­gen

Sobald der Behand­lungs­ter­min fest­steht, bekom­men Sie von uns ein Mail einen Brief mit einer Pati­en­ten­in­for­ma­ti­on und einem Gesund­heits­fra­ge­bo­gen. Den Gesund­heits­fra­ge­bo­gen retour­nie­ren Sie uns bit­te mög­lichst rasch. Sie kön­nen das auf drei Arten tun:

  • Sie kön­nen den Fra­ge­bo­gen direkt online aus­fül­len. (Sie erhal­ten dazu einen per­sön­li­chen Link.)
  • Sie kön­nen das per Mail zuge­stell­te Pdf aus­dru­cken oder den per Post zuge­stell­ten Fra­ge­bo­gen ver­wen­den. Den aus­ge­füll­ten Fra­ge­bo­gen kön­nen Sie uns per Mail (bit­te wenn mög­lich als Scan und nicht als Foto) zurück­sen­den.
  • Sie kön­nen, falls die Zeit dazu reicht, den gemail­ten oder per Post erhal­te­nen Fra­ge­bo­gen per Post an unser Sekre­ta­ri­at zurück­schi­cken.

Wenn auf­grund Ihrer Ant­wor­ten im Gesund­heits­fra­ge­bo­gen beim Pati­en­ten allen­falls noch wei­te­re Abklä­run­gen not­wen­dig sind, set­zen wir uns umge­hend mit Ihnen und even­tu­ell Ihrem Haus­arzt in Ver­bin­dung. In sel­te­nen Fäl­len muss der geplan­te Ein­griffs­ter­min ver­scho­ben wer­den oder die Zusatz­be­fun­de bedin­gen eine Ope­ra­ti­on sta­tio­när in einem Spi­tal.

Tele­fon­an­ruf am Vor­abend des Ein­grif­fes

Spä­tes­tens am Tag vor der Ope­ra­ti­on, in der Regel abends, ruft der Nar­ko­se­arzt Sie per­sön­lich oder das Betreu­ungs­team im Wohn­heim des Pati­en­ten an. Im Rah­men die­ses Gesprä­ches wird er den Ablauf der Nar­ko­se erläu­tern. Bei Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen sind meis­tens Voll­nar­ko­sen not­wen­dig. Es wer­den die wich­tigs­ten Risi­ken ange­spro­chen und alle Ihre Fra­gen beant­wor­tet.

Nüch­tern­heits­ge­bot
  • Wich­tig ist, dass der Pati­ent min­des­tens sechs Stun­den vor dem Ein­griff kei­ne fes­te Nah­rung oder milch­hal­ti­gen Geträn­ke mehr zu sich nimmt.
  • Erlaubt sind bis eine Stun­de vor dem Ein­griff noch kla­re Flüs­sig­kei­ten wie Was­ser, Sirup oder Tee mit Zucker.
  • In der letz­ten Stun­de vor dem Ein­griff darf der Pati­ent dann gar nichts mehr zu sich neh­men!
Medi­ka­men­te

Soll­te der Pati­ent Medi­ka­men­te ein­neh­men müs­sen, so ver­ab­rei­chen Sie ihm die­se bit­te auch am Ein­griffs­tag wie gewohnt. All­fäl­li­ge Aus­nah­men wer­den beim tele­fo­ni­schen Vor­ge­spräch fest­ge­legt.
Ob (in sel­te­nen Fäl­len) beru­hi­gen­de Vor­be­rei­tungs­me­di­ka­men­te (Prä­me­di­ka­ti­on) not­wen­dig sind und wann die­se ver­ab­reicht wer­den sol­len, bespre­chen wir im Ein­zel­fall mit Ihnen oder dem Betreu­er-Team des Pati­en­ten.

Kurz­fris­ti­ge Ände­run­gen des Gesund­heits­zu­stan­des

Wir bit­ten Sie, uns all­fäl­li­ge Ände­run­gen des Gesund­heits­zu­stan­des des Pati­en­ten recht­zei­tig mit­zu­tei­len. So zum Bei­spiel Erkäl­tun­gen, Grip­pe, neu ein­ge­setz­te Medi­ka­men­te oder eine Ver­schlech­te­rung des all­ge­mei­nen Gesund­heits­zu­stan­des.

Ver­hal­ten am Tag des Ein­grif­fes

Zie­hen Sie dem Pati­en­ten beque­me Klei­der an und füh­ren Sie ihn, wenn mög­lich, unmit­tel­bar vor dem Beginn der Nar­ko­se-Ein­lei­tung zur Toi­let­te.

Anäs­the­sie-Ein­lei­tung

Die Ein­lei­tung der Nar­ko­se erfolgt bei Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen je nach Koope­ra­ti­ons­fä­hig­keit ent­we­der über eine Gesichts­mas­ke oder über einen Venen­zu­gang. Das Anschlies­sen an den Über­wa­chungs­mo­ni­tor (Elek­tro­kar­dio­gramm (Herz­über­wa­chung), Blut­druck, Sau­er­stoff­sät­ti­gung im Blut) erfolgt je nach Situa­ti­on vor oder erst nach­dem der Pati­ent ein­ge­schla­fen ist. Nun dür­fen Sie den Behand­lungs­raum ver­las­sen und dar­auf ver­trau­en, dass wir den Pati­en­ten pau­sen­los über­wa­chen. Je nach geplan­tem Ein­griff erfolgt dann das Ein­le­gen einer Kehl­kopf­mas­ke (Larynx­mas­ke) oder eine Intu­ba­ti­on (Ein­füh­rung eines Beatmungs­schlau­ches durch Mund oder Nase). Davon spürt der Pati­ent jedoch nichts. Danach kann die Ope­ra­ti­on begin­nen.

Wäh­rend der Ope­ra­ti­on

Wäh­rend der gan­zen Anäs­the­sie­dau­er wird der Pati­ent vom Anäs­the­sie-Team lücken­los über­wacht. In der Regel muss wäh­rend Voll­nar­ko­sen die Atmung künst­lich unter­stützt wer­den, davon spürt der Pati­ent jedoch nichts. Wäh­rend des Ein­grif­fes wer­den Schmerz­mit­tel ver­ab­reicht, so dass er ohne gros­se Schmer­zen auf­wa­chen kann.

Anäs­the­sie-Ende, Ent­las­sung

5 bis 10 Minu­ten nach Ende des Ein­grif­fes erwacht der Pati­ent wie­der und Sie dür­fen wie­der zu ihm kom­men. Meis­tens nach wei­te­ren 30 bis 60 Minu­ten, sobald er aus­rei­chend wach, schmerz­frei und ohne Übel­keit ist, kön­nen Sie mit ihm nach Hau­se zurück­keh­ren. Die Ent­las­sung muss zwin­gend in Beglei­tung einer erwach­se­nen Per­son erfol­gen. Benut­zen Sie für die Heim­fahrt vor­zugs­wei­se pri­va­te (ggf. spe­zi­ell für Roll­stuhl­pa­ti­en­ten geeig­ne­te) Autos und nicht Taxis oder die ÖV.

Ver­hal­ten zu Hau­se

Pla­nen Sie ein, den Pati­en­ten auch wäh­rend des rest­li­chen Ein­griffs­ta­ges und ggf. wäh­rend der fol­gen­den Nacht spe­zi­ell beauf­sich­ti­gen und betreu­en zu müs­sen. Wir geben Ihnen für den Bedarfs­fall Schmerz­mit­tel mit, sodass Sie auch erst spä­ter zu Hau­se auf­tre­ten­de Schmer­zen pro­blem­los selbst behan­deln kön­nen.
Auch wenn Kom­pli­ka­tio­nen bei ambu­lan­ten Ein­grif­fen auch bei Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen glück­li­cher­wei­se sehr sel­ten sind, ste­hen wir – und auch Ihr Arzt bzw. Zahn­arzt – Ihnen auch spä­ter jeder­zeit für Fra­gen und Unter­stüt­zung zur Ver­fü­gung. Zu Ihrer Sicher­heit geben wir Ihnen ein Doku­ment mit nach Hau­se, auf wel­chem alle wich­ti­gen Medi­ka­men­ten­ver­ord­nun­gen, Ver­hal­tens­re­geln und Tele­fon­num­mern auf­ge­führt sind.

 


 

Für Patienten

Gesundheitsfragebogen

Einschätzen der Risiken

Neben der Kom­ple­xi­tät des Ein­grif­fes und der Erfah­rung der betei­lig­ten Ärz­te ist der Gesund­heits­zu­stand des Pati­en­ten ein wesent­li­cher Fak­tor für das Nar­ko­se­ri­si­ko, dazu gehö­ren zum Bei­spiel:

  • Alter des Pati­en­ten
  • Lebens­ge­wohn­hei­ten des Pati­en­ten
    (z. B. Nikotin‑, Alkohol‑, Dro­gen­kon­sum)
  • Gesund­heit­li­cher Zustand des Pati­en­ten
  • Vor­lie­gen von Vor- und Begleit­erkran­kun­gen und deren Schwe­re­grad

Wenn immer mög­lich, müs­sen Sie des­we­gen vor jeder Nar­ko­se einen Gesund­heits­fra­ge­bo­gen aus­fül­len und die­sen an uns zurück­sen­den. Sie erhal­ten die­sen zusam­men mit einer Infor­ma­ti­ons­bro­schü­re eini­ge Tage (bis Wochen) vor der geplan­ten Behand­lung per  E‑Mail (oder per Post).

Ihre Anga­ben die­nen uns dazu Ihre Nar­ko­se opti­mal zu pla­nen.

Genauere Abklärungen

Wenn auf­grund Ihrer Ant­wor­ten im Gesund­heits­fra­ge­bo­gen allen­falls noch wei­te­re Abklä­run­gen not­wen­dig sind, set­zen wir uns umge­hend mit Ihnen und even­tu­ell Ihrem behan­deln­den Arzt (Ope­ra­teur, Zahn­arzt) oder Ihrem Haus­arzt in Ver­bin­dung. In sel­te­nen Fäl­len muss der geplan­te Ein­griffs­ter­min ver­scho­ben wer­den oder die Zusatz­be­fun­de bedin­gen eine Ope­ra­ti­on sta­tio­när in einem Spi­tal.

Rücksendung des Fragebogens

Sie kön­nen das auf drei Arten tun:

  • Sie kön­nen den Fra­ge­bo­gen direkt online aus­fül­len. (Sie erhal­ten dazu einen per­sön­li­chen Link.)
  • Sie kön­nen das per Mail zuge­stell­te Pdf aus­dru­cken oder den per Post zuge­stell­ten Fra­ge­bo­gen ver­wen­den. Den aus­ge­füll­ten Fra­ge­bo­gen kön­nen Sie uns per Mail (bit­te wenn mög­lich als Scan und nicht als Foto) zurück­sen­den.
  • Sie kön­nen, falls die Zeit dazu reicht, den gemail­ten oder per Post erhal­te­nen Fra­ge­bo­gen per Post an unser Sekre­ta­ri­at zurück­schi­cken.

 


 

Für Patienten

Kosten

Hono­rar-Rech­nung

Nach Abschluss der Behand­lung wer­den wir Ihnen eine Hono­rar-Rech­nung stel­len. Die­se umfasst alle unse­re Leis­tun­gen, also das Hono­rar des Nar­ko­se­arz­tes, den Lohn der Anäs­the­sie­pfle­ge-Fach­frau, alle ein­ge­setz­ten Medi­ka­men­te sowie das ver­wen­de­te medi­zi­ni­sche Ver­brauchs­ma­te­ri­al. Die Rech­nungs­stel­lung und das Inkas­so unse­rer Hono­rar-Rech­nun­gen erfolgt über die Ärz­te­kas­se Bern.

Wenn wir unse­re Rech­nung direkt an eine Ver­si­che­rung sen­den (Tiers payant) erhal­ten Sie vor­schrifts­ge­mäss immer eine Rech­nungs­ko­pie. Soll­te dies ein­mal nicht klap­pen, mel­den Sie sich bei uns.

Bezah­lung durch die Kran­ken­kas­se

Kommt die Kran­ken­kas­se für die Nar­ko­se­kos­ten auf, so sen­den wir unse­re Rech­nung wenn immer mög­lich direkt an die Kran­ken­kas­se. Wenn dies admi­nis­tra­tiv nicht mög­lich ist, bekom­men Sie selbst die Rech­nung zuge­stellt. Wie auch bei ande­ren Arzt­rech­nun­gen üblich müs­sen Sie die­se dann bezah­len und kön­nen danach den Rück­for­de­rungs­be­leg für die Rück­ver­gü­tung an Ihre Kran­ken­kas­se sen­den.

Bezah­lung durch die Unfall‑, Inva­li­den- oder Mili­tär-Ver­si­che­rung

Geht die Rech­nung zu Las­ten der Unfall‑, Inva­li­den- oder Mili­tär-Ver­si­che­rung sen­den wir die­se immer direkt an den jewei­li­gen Kos­ten­trä­ger.

Unklar­hei­ten

Bei Unklar­hei­ten sind wir Ihnen sehr dank­bar, wenn Sie oder Ihr Arzt bzw. Zahn­arzt sich recht­zei­tig – unbe­dingt vor dem Ein­griffs­ter­min! –  bei Ihrer Ver­si­che­rung erkun­di­gen, ob und in wel­chem Aus­mass die Nar­ko­se­kos­ten über­nom­men wer­den. Bei Pro­ble­men mit einer Rech­nung wen­den Sie sich bit­te an unser Sekre­ta­ri­at.

Selbst­zah­ler

Kommt kei­ne Ver­si­che­rung für die Nar­ko­se­kos­ten auf (häu­fig bei schön­heits­chir­ur­gi­schen Ein­grif­fen und Zahn­be­hand­lun­gen), müs­sen Sie die­se sel­ber bezah­len. Für selbst bezah­len­de Pati­en­ten füh­ren wir vor der Ope­ra­ti­on eine Boni­täts­kon­trol­le durch und erlau­ben uns von Fall zu Fall eine Vor­aus­zah­lung der zu erwar­ten­den Nar­ko­se­kos­ten zu ver­lan­gen.

Betreu­te Pati­en­ten

Pati­en­ten, die von Sozi­al­äm­tern oder ähn­li­chen Insti­tu­tio­nen betreut wer­den, müs­sen sich recht­zei­tig – unbe­dingt vor dem geplan­ten Ein­griffs­ter­min! – bei ihrer Betreu­ungs­stel­le erkun­di­gen, ob die­se die Nar­ko­se­kos­ten für einen geplan­ten Wahl­ein­griff bzw. für eine Zahn­be­hand­lung bezah­len, wenn die­se nicht von einer Ver­si­che­rung gedeckt sind.

Für Rech­nun­gen für Nar­ko­sen für Zahn­be­hand­lun­gen, die durch sozia­le Insti­tu­tio­nen (Sozi­al­amt, Stif­tung etc.) über­nom­men wer­den, wen­den wir den VKZS-Tarif an.

 


 

Für Patienten

FAQ – Fragen und Antworten

War­um soll ich mich ambu­lant behan­deln las­sen?

Vie­le ope­ra­ti­ve Ein­grif­fe kön­nen heu­te ambu­lant in einem Pra­xis-Ope­ra­ti­ons­saal durch­ge­führt wer­den. Dies hat ver­schie­de­ne Vor­tei­le gegen­über einer sta­tio­nä­ren Ope­ra­ti­on im Spi­tal. Sie ver­las­sen Ihre häus­li­che Umge­bung ledig­lich am Ope­ra­ti­ons­tag für eini­ge weni­ge Stun­den. Die Vor­ab­klä­run­gen und die Nach­be­treu­ung erfol­gen in der Pra­xis Ihres Ver­trau­ens­arz­tes sowie des ope­rie­ren­den Fach­arz­tes. Dadurch lässt sich meist ein mehr­fa­cher Wech­sel der behan­deln­den Ärz­te, wie es im Spi­tal oft geschieht, ver­mei­den. Der Über­blick und die Kon­trol­le der gesam­ten Behand­lung bleibt damit stets in weni­gen Hän­den. Anders als im (öffent­li­chen) Spi­tal, kön­nen Sie sicher sein, dass Sie von Ihrem aus­ge­wähl­ten Fach­arzt per­sön­lich ope­riert wer­den.

Ist es mög­lich, dass ich wäh­rend der Ope­ra­ti­on auf­wa­che?

Ja, das ist theo­re­tisch in ganz sel­ten Fäl­len mög­lich. Bei klei­ne­ren und mit­tel­gros­sen Ein­grif­fen, wie sie ambu­lant durch­ge­führt wer­den, ist dies jedoch äus­serst unwahr­schein­lich. Denn auch die Nar­ko­se­tie­fe wird durch das Anäs­the­sie-Team wäh­rend der Dau­er des gan­zen Ein­grif­fes kon­ti­nu­ier­lich über­wacht.

Ist es mög­lich, dass ich aus der Nar­ko­se nicht mehr auf­wa­che?

Voll­nar­ko­sen sind heu­te dank moder­ner Über­wa­chungs­ge­rä­te und Medi­ka­men­te so sicher wie nie zuvor. Für gesun­de, kör­per­lich nor­mal belast­ba­re Pati­en­ten ist des­we­gen das Risi­ko von Kom­pli­ka­tio­nen wäh­rend der Nar­ko­se sehr gering. (Sie­he Risi­ken und Neben­wir­kun­gen von Nar­ko­sen)

War­um kommt es vor, dass ich nach einer Nar­ko­se frie­re?

Das soge­nann­te Käl­te­zit­tern (eng­lisch «Shi­ve­ring») kann nach einer All­ge­mein­an­äs­the­sie, sel­ten auch nach einer Regio­nal­an­äs­the­sie, auf­tre­ten und sub­jek­tiv als sehr unan­ge­nehm emp­fun­den wer­den. Auch wenn mit ver­schie­de­nen Mass­nah­men (Wär­me­de­cken, Wär­me­mat­ten, gewärm­te Infu­sio­nen) ver­sucht wird, dies mög­lichst zu ver­hin­dern, kann der Kör­per wäh­rend (län­ger dau­ern­den) Ein­grif­fen lang­sam aus­küh­len, da durch die Anäs­the­sie die Tem­pe­ra­tur­re­gu­la­ti­on vor­über­ge­hend beein­träch­tigt wird. Um nach Abklin­gen der Anäs­the­sie mög­lichst rasch die nor­ma­le Kör­per­tem­pe­ra­tur wie­der zu errei­chen, wird ein Zit­tern der Mus­ku­la­tur aus­ge­löst, da der Kör­per deren «Abwär­me» zum Auf­hei­zen ver­wen­den kann. In der Regel dau­ert das Käl­te­zit­tern nicht sehr lan­ge und es kann allen­falls mit einem spe­zi­el­len Medi­ka­ment weit­ge­hend unter­drückt wer­den.

Wie gross ist die Gefahr, dass mir nach der Nar­ko­se übel wird oder dass ich erbre­chen muss?

Übel­keit und Erbre­chen nach der Ope­ra­ti­on (eng­lisch «Post­ope­ra­ti­ve Nau­sea and Vomi­ting», PONV) ist eine meist harm­lo­se, aber sub­jek­tiv unan­ge­nehm emp­fun­de­ne Neben­wir­kung von All­ge­mein­an­äs­the­sien, sel­te­ner auch von Regio­nal­an­äs­the­sien. Sie tritt ohne vor­keh­ren­de Mass­nah­men (Pro­phy­la­xe) bei etwa 20 % der Pati­en­ten, bei Kin­dern noch etwas häu­fi­ger auf.
Bekann­te Risi­ko­fak­to­ren für PONV sind z. B.

  • PONV bei frü­he­ren Anäs­the­sien,
  • weib­li­ches Geschlecht,
  • Nicht­rau­cher,
  • Nei­gung zu Rei­se­krank­heit (Kine­to­se).

Wir ver­ab­rei­chen jedoch in der Regel bei der Anäs­the­sie-Ein­lei­tung eine medi­ka­men­tö­se Pro­phy­la­xe, wel­che die Wahr­schein­lich­keit des Auf­tre­tens von PONV deut­lich ver­rin­gert.
Soll­te es trotz­dem zu Übel­keit und Erbre­chen kom­men, so kann dies heut­zu­ta­ge in den aller­meis­ten Fäl­len mit spe­zi­el­len Medi­ka­men­ten gut behan­delt wer­den.

Was soll ich zur Ope­ra­ti­on mit­brin­gen? Was muss ich beach­ten?
  • Tra­gen Sie bit­te wei­te, beque­me Klei­dung für den Heim­weg, da Sie je nach Ope­ra­ti­on einen Ver­band oder eine Schie­ne tra­gen müs­sen.
  • Unter­stüt­zen Sie uns bei der Ein­hal­tung hygie­nisch ein­wand­frei­er Ope­ra­ti­ons­be­din­gun­gen.
  • Duschen Sie am Mor­gen des Ope­ra­ti­ons­ta­ges und tra­gen Sie fri­sche Unter­wä­sche.
  • Es erleich­tert uns die Arbeit, wenn Sie am Tag der Ope­ra­ti­on mög­lichst kein Make-up und kei­nen Nagel­lack auf­tra­gen.
  • Bei Ope­ra­tio­nen an Hand oder Fuss schnei­den Sie bit­te Ihre Nägel kurz und rei­ni­gen Sie sie in einem Sei­fen­bad.
  • Pier­cings müs­sen in der Regel ent­fernt wer­den.
  • Wenn Sie Zahn­pro­the­sen oder Hör­ge­rä­te benö­ti­gen, set­zen Sie die­se wie gewohnt ein.
  • Wenn eine Voll­nar­ko­se geplant ist, soll­ten Sie statt Kon­takt­lin­sen eine Bril­le tra­gen.
  • Bit­te orga­ni­sie­ren Sie den Rück­trans­port nach dem Ein­griff recht­zei­tig. Sie sind nicht ver­kehrs­tüch­tig und benö­ti­gen eine erwach­se­ne Begleit­per­son, die Sie nach Hau­se bringt. Las­sen Sie sich in einem Pri­vat­au­to chauf­fie­ren und benut­zen Sie wenn immer mög­lich kei­ne Taxis oder ÖV.
  • Wich­tig ist auch, dass Ihnen zuhau­se eine Betreu­ungs­per­son zur Ver­fü­gung steht, die in den ers­ten Stun­den bzw. opti­ma­ler­wei­se  über Nacht bei Ihnen bleibt.
  • Wird Ihr Kind ope­riert, soll­te das Lieb­lings­ku­schel­tier oder das «Nosche­li» sowie evtl. ein Buch zum Vor­le­sen bei War­te­zeit nicht feh­len.
War­um darf ich vor der Ope­ra­ti­on nichts essen und trin­ken?

Die ver­wen­de­ten Medi­ka­men­te für Voll­nar­ko­sen schal­ten neben dem Bewusst­sein und der Schmerz­emp­fin­dung auch die Schutz­re­fle­xe (z. B. Schluck- und Hus­ten­re­flex) aus. Dadurch besteht vor allem in der Ein- und Aus­lei­tungs­pha­se das Risi­ko, dass es bei Erbre­chen zur soge­nann­ten Aspi­ra­ti­on (Ein­drin­gen von Magen­in­halt in die Luft­röh­re) kommt. Die­se Kom­pli­ka­ti­on ist zwar sehr sel­ten, kann unter Umstän­den aber schwer­wie­gen­de Kon­se­quen­zen (Lun­gen­ent­zün­dung, Lun­gen­ver­sa­gen mit Todes­fol­ge) nach sich zie­hen.
Damit Ihr Magen bei Nar­ko­se­ein­lei­tung leer ist, dür­fen Sie

  • wäh­rend der letz­ten 6 Stun­den vor dem Ein­griff nichts mehr essen und kei­ne Milch mehr trin­ken und
  • wäh­rend der letz­ten Stun­de vor dem Ein­griff auch kei­ne kla­ren Flüs­sig­kei­ten mehr zu sich neh­men.

Die­se soge­nann­ten Nüch­tern­heits­gren­zen gel­ten auch für Ein­grif­fe, wel­che in einer Regio­nal­an­äs­the­sie geplant sind, da nie mit letz­ter Sicher­heit aus­ge­schlos­sen wer­den kann, dass nicht plötz­lich doch noch eine Voll­nar­ko­se not­wen­dig wird.

An wen kann ich mich wen­den, wenn nach der Ope­ra­ti­on Pro­ble­me auf­tre­ten?

Ihr Nar­ko­se­arzt ist auch nach dem Ein­griff für Sie stän­dig erreich­bar. Mel­den Sie sich, wenn Sie Schmer­zen haben, wel­che Sie trotz der mit­ge­ge­be­nen Medi­ka­men­te nicht in den Griff bekom­men oder wenn ande­re Sym­pto­me, die im Zusam­men­hang mit der Anäs­the­sie ste­hen könn­ten, auf­tre­ten, z. B. anhal­ten­de Übel­keit und wie­der­hol­tes Erbre­chen. Bei Pro­ble­men im Bereich des Ope­ra­ti­ons­ge­bie­tes, z. B. Blu­tun­gen oder Infek­ti­ons­zei­chen, ist es sinn­voll, zuerst den ope­rie­ren­den Fach­arzt zu kon­tak­tie­ren. Ist die­ser aus­nahms­wei­se nicht innert nütz­li­cher Frist erreich­bar, dür­fen Sie auch uns anru­fen. Wir set­zen alles dar­an, Ihnen wei­ter­zu­hel­fen.

Kann ich vor dem Ein­griff mit mei­nem Nar­ko­se­arzt spre­chen?

Ja. Übli­cher­wei­se ruft Sie Ihr Nar­ko­se­arzt am Vor­abend des Ein­griffs­ta­ges per­sön­lich an um mit Ihnen die geplan­te Anäs­the­sie zu bespre­chen und Ihre Fra­gen zu beant­wor­ten. Soll­ten auf­grund ihres aus­ge­füll­ten Gesund­heits­fra­ge­bo­gens aus­nahms­wei­se noch zusätz­li­che Abklä­run­gen oder Vor­be­hand­lun­gen not­wen­dig sein, wer­den wir uns frü­her mel­den um das wei­te­re Vor­ge­hen zu bespre­chen.
In spe­zi­el­len Ein­zel­fäl­len kann Ihr Nar­ko­se­arzt es für not­wen­dig erach­ten, Sie vor einer bevor­ste­hen­den Nar­ko­se noch per­sön­lich zu unter­su­chen. Wir ver­ein­ba­ren dann mit Ihnen einen Sprech­stun­den­ter­min.

Darf ich am Tag der Ope­ra­ti­on mei­ne Medi­ka­men­te ein­neh­men?

Übli­cher­wei­se sol­len auch am Ope­ra­ti­ons­tag alle gewohn­ten Medi­ka­men­te wie üblich ein­ge­nom­men wer­den. Aus­nah­men, zum Bei­spiel bei «blut­ver­dün­nen­den» Prä­pa­ra­ten, bespricht Ihr Ope­ra­teur oder allen­falls Ihr Nar­ko­se­arzt vor­gän­gig mit Ihnen.

Kann ich auch mit einer Erkäl­tung ope­riert wer­den?

Wenn nötig, kann man einen Ein­griff bei Nar­ko­se auch bei einer leich­ter Erkäl­tung durch­füh­ren. Bei aus­ge­präg­ter Beein­träch­ti­gung des All­ge­mein­zu­stan­des und spä­tes­tens beim Auf­tre­ten von Fie­ber und Grip­pe­sym­pto­men ist dies jedoch nicht mehr mög­lich. Soll­ten Sie sol­che Sym­pto­me haben, set­zen Sie sich mit uns in Ver­bin­dung, damit wir Sie im Ein­zel­fall bera­ten kön­nen.

Wann kann ich die Praxis/Klinik wie­der ver­las­sen?

Im Nor­mal­fall kön­nen Sie damit rech­nen, dass Sie nach einer hal­ben bis weni­gen Stun­den nach der Nar­ko­se zusam­men mit einer erwach­se­nen Begleit­per­son wie­der nach Hau­se gehen kön­nen. Vor­aus­set­zung für die Ent­las­sung ist, dass Sie eini­ger­mas­sen schmerz­frei und nicht schwind­lig sind, kei­ne Übel­keit ver­spü­ren und sich ins­ge­samt wohl füh­len.

Kann ich nach der Ope­ra­ti­on selbst mit dem Auto/Bus/Zug nach Hau­se fah­ren, wenn ich mich fit füh­le?

Nein. Sie dür­fen wäh­rend 24 Stun­den nach der Nar­ko­se aus ver­kehrs- und ver­si­che­rungs­recht­li­chen Grün­den nicht Auto fah­ren, selbst wenn Sie sich leis­tungs­fä­hig füh­len. Wenn immer mög­lich, ist es siche­rer und beque­mer, wenn jemand Sie in einem Pri­vat­au­to nach Hau­se chauf­fiert. Wir raten von der Benut­zung von Taxis oder ÖV für die Heim­fahrt ab.

Wie berei­te ich mein Kind auf die bevor­ste­hen­de Ope­ra­ti­on vor?

Ein ope­ra­ti­ver Ein­griff oder eine Zahn­be­hand­lung ist für Kin­der jeden Alters eine tief­grei­fen­de Erfah­rung. Manch­mal gera­ten sie des­we­gen aus dem Gleich­ge­wicht und ver­hal­ten sich plötz­lich ganz anders. Die unge­wohn­te Umge­bung, die vie­len unbe­kann­ten Gesich­ter wir­ken ein­schüch­ternd. Vie­le Kin­der fürch­ten sich vor der Behand­lung, sie haben Angst vor Schmer­zen oder der Tren­nung von ihren Eltern. Des­halb ist es wich­tig, wenn min­des­tens ein Eltern­teil oder eine enge Bezugs­per­son das Kind beglei­tet. Bei uns dür­fen Sie immer bei Ihrem Kind blei­ben, bis die­ses ein­ge­schla­fen ist.
Neh­men Sie ver­trau­te Spiel­sa­chen mit, den Kuschel­bär, die Lieb­lings­pup­pe oder die «Nosche­li-Decke». Es macht nichts, wenn die­se alt und beschä­digt sind. Haupt­sa­che, sie geben Ihrem Kind ein Gefühl von Ver­traut­heit und Gebor­gen­heit. Neh­men Sie viel­leicht auch noch ein Buch mit, aus dem Sie vor­le­sen kön­nen, falls es zu War­te­zeit kom­men soll­te.
Spre­chen Sie mit Ihrem Kind über die bevor­ste­hen­de Behand­lung und die Nar­ko­se und erklä­ren Sie ihm was es erwar­tet. Eine dem Alter und der Situa­ti­on des Kin­des ange­pass­te Infor­ma­ti­on hilft mit, Angst abzu­bau­en und schafft Ver­trau­en und Sicher­heit. Es ist nicht immer ein­fach, die rich­ti­gen Wor­te zu fin­den, aber – auch wenn es gut gemeint ist –, schwin­deln Sie Ihr Kind nie an! Eine hilf­rei­che Faust­re­gel ist: nichts beschö­ni­gen, aber auch nicht dra­ma­ti­sie­ren, Ruhe und Zuver­sicht ver­mit­teln. Ver­su­chen Sie alle Fra­gen Ihres Kin­des alters­ge­recht zu beant­wor­ten. Las­sen Sie es wis­sen, dass Sie bis zum Beginn des Ein­grif­fes bei ihm blei­ben und nach dem Ein­griffs­en­de wie­der da sein wer­den. Haben Sie Ver­trau­en in unser Kön­nen und unse­re Erfah­rung. Für Sie und Ihr Kind bedeu­ten der Ein­griff und die Nar­ko­se eine Aus­nah­me­si­tua­ti­on, für uns ist es unse­re täg­li­che Arbeit. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen…

Wer­de ich nach der Ope­ra­ti­on Schmer­zen haben?

Das Schmerz­emp­fin­den ist von Mensch zu Mensch sehr unter­schied­lich, zudem las­sen sich Schmer­zen nach Ope­ra­tio­nen tat­säch­lich nicht immer ganz ver­mei­den. Mit geeig­ne­ten Schmerz­mit­teln kön­nen sie jedoch auf ein erträg­li­ches Mass redu­ziert wer­den. Schon gegen Ende des Ein­grif­fes, noch wäh­rend der Nar­ko­se wer­den Ihnen in der Regel intra­ve­nös Schmerz­mit­tel ver­ab­reicht, so dass Sie wenn immer mög­lich prak­tisch schmerz­frei erwa­chen soll­ten. Die anschlies­sen­de Über­wa­chungs­zeit nach der Ope­ra­ti­on dient unter ande­rem dazu, bei Bedarf die Schmerz­be­hand­lung noch zu ver­bes­sern. Für zu Hau­se wer­den Ihnen geeig­ne­te Schmerz­mit­tel mit­ge­ge­ben und Ihnen aus­führ­lich erläu­tert, wie Sie die­se ein­neh­men kön­nen. Damit gelingt in den aller­meis­ten Fäl­len eine zufrie­den­stel­len­de Schmerz­be­hand­lung.

Wann kann ich wie­der essen und trin­ken?

Im Nor­mal­fall kön­nen Sie nach dem voll­stän­di­gen Erwa­chen nach der Nar­ko­se wie­der etwas trin­ken und – wenn Sie dies gut ver­tra­gen – bald auch wie­der fes­te Nah­rung zu sich neh­men.

Ich bin nicht mehr der Jüngs­te, bin ich zu alt für eine ambu­lan­te Nar­ko­se?

Es gibt für einen ambu­lan­ten Ein­griff in Nar­ko­se kei­ne Alters­be­schrän­kung. Ent­schei­dend sind Ihre Fit­ness und kör­per­li­che Belast­bar­keit, die Art und der Schwerg­rad all­fäl­li­ger Vor­er­kran­kun­gen sowie die Art des bevor­ste­hen­den Ein­grif­fes. Soll­te der Nar­ko­se­arzt zusätz­li­che Abklä­run­gen oder Vor­be­hand­lun­gen für not­wen­dig erach­ten, so wird er sich umge­hend bei Ihnen mel­den um das wei­te­re Vor­ge­hen zu bespre­chen. In weni­gen, spe­zi­el­len Ein­zel­fäl­len kann Ihr Nar­ko­se­arzt es für nötig hal­ten, Sie vor einer bevor­ste­hen­den Nar­ko­se noch per­sön­lich zu unter­su­chen. Wir ver­ein­ba­ren dann mit Ihnen einen Sprech­stun­den­ter­min.

War­um brau­che ich eine Begleit­per­son für den Weg nach Hau­se?

Nach einem Ein­griff in Nar­ko­se sind Sie wegen einer mög­li­chen Nach­wir­kung von (Narkose-)Medikamenten und des mög­li­cher­wei­se noch etwas beein­träch­tig­ten All­ge­mein­zu­stan­des wäh­rend der ers­ten 24 Stun­den weder geschäfts­tüch­tig noch ver­kehrs­taug­lich. Eine selbst­stän­di­ge Teil­nah­me am Stras­sen­ver­kehr ist des­we­gen ver­bo­ten. Bei einem Unfall wer­den Sie gleich beur­teilt wie beim Fah­ren in ange­trun­ke­nem Zustand! Wir emp­feh­len Ihnen des­we­gen drin­gend, sich mit einem Pri­vat­au­to nach Hau­se chauf­fie­ren zu las­sen, und aus dem glei­chen Grund raten wir Ihnen von der Benut­zung von Taxis oder öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln ins­be­son­de­re ohne erwach­se­ne Begleit­per­son ganz klar ab. Des wei­te­ren ist es ris­kant, wäh­rend die­ser Zeit gefähr­li­che Maschi­nen zu bedie­nen. Zudem soll­ten Sie in die­sem Zeit­raum kei­ne wich­ti­gen Doku­men­te unter­zeich­nen oder rechts­ver­bind­li­che Unter­schrif­ten leis­ten.

Wie ist es mit dem Rau­chen vor und nach Nar­ko­sen?

An sich ist Rau­chen – wie Sie sicher wis­sen – gesund­heits­schä­di­gend. Neben der Belas­tung der Lun­gen durch den Ziga­ret­ten­rauch (Teer­par­ti­kel etc.) ent­steht beim Rau­chen Koh­len­mon­oxid, das den Sau­er­stoff von den roten Blut­kör­per­chen ver­drängt. Dadurch wird die Fähig­keit des Kör­pers Sau­er­stoff auf­zu­neh­men und zu trans­por­tie­ren bis zu einem gewis­sen Grad ver­min­dert. Die­se Reduk­ti­on kann zu einer Min­der­ver­sor­gung der Gewe­be mit Sau­er­stoff füh­ren und damit zu Wund­hei­lungs­stö­run­gen und Wund­in­fek­tio­nen. Zusätz­lich regt das Niko­tin die Pro­duk­ti­on von Magen­saft an. So kann es trotz Ein­hal­ten des Nüch­tern­heits­ge­bo­tes zu einer gros­sen Ansamm­lung von Magen­se­kret kom­men und dadurch zu einer erhöh­ten Gefahr von Kom­pli­ka­tio­nen bei der Nar­ko­se­ein­lei­tung.
Die­sen schä­di­gen­den Wir­kun­gen des Rau­chens sind die mög­li­che erhöh­te Ner­vo­si­tät und die «Ent­zugs­sym­pto­me», wenn Sie ver­su­chen auf das Rau­chen zu ver­zich­ten, ent­ge­gen­zu­set­zen. Des­halb erlau­ben wir Ihnen aus prag­ma­ti­schen Grün­den und wenn es nicht anders geht, trotz­dem vor bevor­ste­hen­den Ein­grif­fen in Nar­ko­se maxi­mal im gewohn­ten Mass (nicht mehr!) wei­ter zu rau­chen.

Wie ist es mit dem Alko­hol­kon­sum vor und nach Nar­ko­sen?

Es spricht nichts gegen ein Bier oder ein Glas Wein am Vor­abend vor einer Nar­ko­se, wenn es Ihnen hilft zu ent­span­nen und gut zu schla­fen (Ziel: Rest­al­ko­hol im Blut am Mor­gen des Ope­ra­ti­ons­ta­ges gleich Null). Ab wann Sie ver­nünf­ti­ger­wei­se nach dem Ein­griff wie­der gele­gent­lich Alko­hol kon­su­mie­ren kön­nen, hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. So wird emp­foh­len, star­ke Schmerz­mit­tel und Anti­bio­ti­ka nicht mit Alko­hol zu kom­bi­nie­ren.
Wenn Sie regel­mäs­sig Alko­hol kon­su­mie­ren, so bit­ten wir Sie, uns dies mit­zu­tei­len, damit wir unser Nar­ko­se­kon­zept anpas­sen kön­nen. Chro­ni­scher Alko­hol­kon­sum ist ein Risi­ko­fak­tor für Anäs­the­sien.

Wie ist es mit dem Dro­gen­kon­sum vor und nach Nar­ko­sen?

Ver­zich­ten Sie wenn immer mög­lich auf die Ein­nah­me jeg­li­cher Dro­gen vor und nach Nar­ko­sen. Wenn Sie süch­tig sind und dies nicht mach­bar ist, tei­len Sie uns dies bit­te mit, damit wir unser Nar­ko­se­kon­zept anpas­sen kön­nen. Chro­ni­scher Dro­gen­kon­sum ist ein Risi­ko­fak­tor für Anäs­the­sien.

 


 

Allgemeinanästhesie

Syn­ony­me: Nar­ko­se, Voll­nar­ko­se Bei der All­ge­mein­an­äs­the­sie wird mit Medi­ka­men­ten durch Injek­ti­on in eine Vene oder durch Ein­at­men eines Gases ein tief­schlaf­ähn­li­cher Zustand her­bei­ge­führt (Aus­schal­tung des Bewusst­seins). So kön­nen Ope­ra­tio­nen, Zahn­be­hand­lun­gen oder Unter­su­chun­gen durch­ge­führt wer­den, ohne dass der Pati­ent etwas davon spürt.

 

Analgetika

Ein­zahl: Analge­ti­kum Schmerz­mit­tel. Zur Behand­lung von Schmer­zen sind vie­le ver­schie­de­ne Sub­stan­zen bekannt, es gibt unzäh­li­ge ver­schie­de­ne Prä­pa­ra­te und Gene­ri­ka, Auf­grund ihrer Wir­kung las­sen sich die Schmerz­mit­tel aber grob in drei Grup­pen ein­tei­len:

  • Leich­te Schmerz­mit­tel: z. B. Aspi­rin®, Par­acet­amol (z. B. Pana­dol®, Dafal­gan®, Tyle­nol® u.a.), Noval­gin®
  • Mit­tel­star­ke Schmerz­mit­tel: Anti­rheu­ma­ti­ka, z. B. Vol­ta­ren®, Ibu­profen (Bru­fen®, Algi­for®, Opti­fen®), Ponstan@
  • Star­ke Schmerz­mit­tel: Opi­ate, z. B. Mor­phin, Metha­don, Tra­ma­dol®, Oxy­c­o­don

Nach Ope­ra­tio­nen und Zahn­ex­trak­tio­nen sind oft anfäng­lich Kom­bi­na­tio­nen meh­re­rer ver­schie­de­ner Schmerz­mit­tel nötig.

 

Analgosedation

Durch Gabe von Schmerz- und / oder Beru­hi­gungs­mit­teln wird der Pati­ent für eine unan­ge­neh­me Unter­su­chung oder einen Ein­griff in Lokal- oder Regio­nal­an­äs­the­sie in einen leich­ten Däm­mer­schlaf ver­setzt, so dass er vom ablau­fen­den Pro­ze­de­re fast nichts mit­be­kommt. Dabei wird er durch das Anäs­the­sie-Team über­wacht und betreut (Moni­to­red Anes­the­sia Care).

 

Anamnese

Syn­onym: Kran­ken­ge­schich­te Mög­lichst voll­stän­di­ge Auf­lis­tung sämt­li­cher im bis­he­ri­gen Leben eines Pati­en­ten (und sei­ner Bluts­ver­wand­ten) vor­ge­kom­me­nen gesund­heit­li­chen Stö­run­gen (Krank­hei­ten, Ver­let­zun­gen etc.) sowie deren Behand­lun­gen.

 

Anästhesie

Das Wort stammt ursprüng­lich aus dem Alt­grie­chi­schen und bedeu­tet etwa «nichts spü­ren». Heu­te hat der Begriff meh­re­re Bedeu­tun­gen:

 

Anästhesie-Einleitung

Syn­onym: Nar­ko­se-Ein­lei­tung Vor­be­rei­tung des Pati­en­ten für die siche­re Durch­füh­rung der Anäs­the­sie. Beginnt mit dem Anschlies­sen der Über­wa­chungs­ge­rä­te zur Kon­trol­le der lebens­wich­ti­gen Kör­per­funk­tio­nen. Dar­auf folgt die Gabe von Medi­ka­men­ten, so dass der Pati­ent ein­schläft und danach die Atem­wegs­si­che­rung (All­ge­mein­an­äs­the­sie) oder die Durch­füh­rung der Punk­ti­on für die Ner­ven­blo­cka­de für die Schmerz­aus­schal­tung (Regio­nal­an­äs­the­sie).

 

Anästhesie-Risiko

Spe­zi­fi­sches, heu­te bei allen Anäs­the­sie­ver­fah­ren sehr gerin­ges Rest­ri­si­ko, durch die Anäs­the­sie selbst Scha­den zu neh­men. Muss vom spe­zi­fi­schen Risi­ko des chir­ur­gi­schen Ein­grif­fes und von den Risi­ken, die durch Zustand und Ver­hal­ten des Pati­en­ten ver­ur­sacht wer­den, abge­grenzt wer­den. (Risi­ken und Neben­wir­kun­gen von Nar­ko­sen)

 

Anästhesie-Team

Besteht übli­cher­wei­se aus einer Fach­ärz­tin / einem Fach­arzt für Anäs­the­sio­lo­gie und einer Fach­frau / einem Fach­mann für Anäs­the­sie­pfle­ge. Die­se füh­ren gemein­sam die Anäs­the­sien durch.

 

Anästhesiepflegerin / Anästhesiepfleger

Pfle­ge­fach­per­son mit Zusatz­aus­bil­dung (Höhe­re Fach­schu­le) in Anäs­the­sio­lo­gie. Kor­rek­te Berufs­be­zeich­nung: Dipl. Exper­tin / Exper­te für Anäs­the­sie­pfle­ge NDS HF (Anäs­the­sie­Team).

 

Anästhesiologie

Medi­zi­ni­sches Fach­ge­biet (Fach­arzt für Anäs­the­sio­lo­gie FMH), umfasst alle Anäs­the­sie­ver­fah­ren ein­schliess­lich deren Vor­be­rei­tung und Nach­be­hand­lung, die Auf­recht­erhal­tung der vita­len Funk­tio­nen wäh­rend ope­ra­ti­ver Ein­grif­fe und Unter­su­chun­gen, zudem Teil­ge­bie­te der Inten­siv­me­di­zin, der Not­fall­me­di­zin und der Schmerz­the­ra­pie.

 

Anästhesistin / Anästhesist

Syn­ony­me: Anäs­the­sie­ärz­tin- / ‑arzt, «Nar­ko­se­ärz­tin / ‑arzt», Fach­ärz­tin / Fach­arzt für Anäs­the­sio­lo­gie (Anäs­the­sie-Team)

 

Anästhetika

Ein­zahl: Anäs­the­ti­kum Als Anäs­the­ti­ka bezeich­net man alle Medi­ka­men­te, die zur Her­bei­füh­rung einer Anäs­the­sie die­nen.

  • All­ge­mein­an­äs­the­ti­ka (Syn­onym: Nar­ko­se­mit­tel, Nar­ko­ti­ka) bewir­ken im Hirn eine Aus­schal­tung des Bewusst­seins und erzeu­gen dadurch eine All­ge­mein­an­äs­the­sie.
  • Lokal­an­äs­the­ti­ka bewir­ken in den Ner­ven eine vor­über­ge­hen­de Unter­bre­chung der Wei­ter­lei­tung von Ner­ven­im­pul­sen. Sie erzeu­gen so bei erhal­te­nem Bewusst­sein, je nach­dem wo am Kör­per sie gespritzt wer­den, Schmerz­un­emp­find­lich­keit in grös­se­ren (Regio­nal­an­äs­the­sie) oder klei­ne­ren (Lokal­an­äs­the­sie) Kör­per­area­len.​

 

Antibiotika

Ein­zahl: Anti­bio­ti­kum Medi­ka­men­te, die Sub­stan­zen ent­hal­ten, die Bak­te­ri­en abtö­ten kön­nen. Bak­te­ri­en ver­ur­sa­chen im Kör­per ver­schie­de­ne Infek­tio­nen. Bei gewis­sen Ein­grif­fen ist eine pro­phy­lak­ti­sche Gabe von Anti­bio­ti­ka not­wen­dig, damit es nicht wäh­rend des Ein­grif­fes zu Infek­tio­nen kom­men kann. (Anti­bio­ti­ka nüt­zen nicht gegen Viren und Pil­ze!)

 

Antiemetika

Ein­zahl: Anti­eme­ti­kum Medi­ka­men­te gegen Übel­keit und Erbre­chen. Die­se kön­nen ent­we­der bei Bedarf schon vor der eigent­li­chen Anäs­the­sie-Ein­lei­tung vor­beu­gend ver­ab­reicht wer­den oder bei effek­ti­ver post­ope­ra­ti­ver Übel­keit und Erbre­chen zur Behand­lung ein­ge­setzt wer­den (PONV, engl. post­ope­ra­ti­ve nau­sea and vomi­ting).

 

Antikoagulantien

Ein­zahl: Anti­ko­agulans. Syn­ony­me: Anti­throm­bo­ti­ka, Gerin­nungs­hem­mer, Blut­ver­dün­ner. Anti­ko­agu­lan­ti­en sind Medi­ka­men­te, die die Fähig­keit des Blu­tes, sich zu ver­di­cken und dadurch bei Ver­let­zun­gen Lecks in den Blut­ge­fäs­sen abzu­dich­ten, mehr oder weni­ger stark unter­drü­cken. Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Grün­de, wes­we­gen einem Pati­en­ten sol­che Prä­pa­ra­te ver­schrie­ben wer­den. Oft müs­sen Antio­ko­agu­lan­ti­en vor Ope­ra­tio­nen vor­über­ge­hend abge­setzt oder durch weni­ger star­ke Prä­pa­ra­te ersetzt wer­den. Dies legt in der Regel der Ope­ra­teur (ggf. in Abspra­che mit dem Haus­arzt) fest. Gän­gi­ge Prä­pa­ra­te sind zum Bei­spiel: Aspi­rin®, Tia­tral®, Pla­vix®, Xar­el­to®, Mar­cou­mar®.

 

Antirheumatika

Ein­zahl: Anti­rheu­ma­ti­kum Sind eine gan­ze Grup­pe von Prä­pa­ra­ten, die zu den mit­tel­star­ken Schmerz­mit­teln gehö­ren. Zusätz­lich wir­ken sie abschwel­lend und in einem gerin­gen Mass fie­ber­sen­kend. Sie wer­den unter ande­rem auch mit Erfolg zur Behand­lung von Schmer­zen nach Ope­ra­tio­nen und Zahn­ex­trak­tio­nen ein­ge­setzt. Eini­ge von einer Unzahl gän­gi­ger Prä­pa­ra­te sind zum Bei­spiel:

  • Pon­stan® (Gene­ri­ka: Mefe­n­acid®, Mepha­dolor®, Spi­ral­gin® u.a.)
  • Vol­ta­ren® (Gene­ri­ka: Diclo­fe­nac®, Eco­fe­nac®, Infla­mac®, Olfen® u.a.)
  • Bru­fen® (Gene­ri­ka: Algi­for®, Ibu­profen®, Irfen®, Opti­fen® u.a.)​

 

ASOBA

Asso­cia­ti­on of Swiss Office Based Anes­the­sio­lo­gists Berufs­ver­band der office based (in eige­ner Pra­xis) d. h. nicht in einem Spi­tal täti­gen Anäs­te­sie­ärz­tin­nen und ‑ärz­te der Schweiz.

 

Aspiration

Ein­drin­gen von Magen­in­halt, Erbro­che­nem etc. in die Atem­we­ge. Sehr sel­te­ne, jedoch in eini­gen Fäl­len schwer­wie­gen­de Kom­pli­ka­ti­on von All­ge­mein­an­äs­the­sien. Das Risi­ko für eine Aspi­ra­ti­on besteht vor allem wäh­rend der Ein- und Aus­lei­tungs­pha­se von All­ge­mein­an­äs­the­sien. Um die­ses Risi­ko zu mini­mie­ren, muss der Pati­ent vor Wahl­ein­grif­fen für eine bestimm­te Zeit auf Nah­rungs­auf­nah­me ver­zich­ten. (Nüch­tern­heit)

 

Automatisierter Externer Defibrillator (AED)

Ein AED (Auto­ma­ti­sier­ter exter­ner Defi­bril­la­tor) ist ein trag­ba­res medi­zi­ni­sches Gerät, das in der Lage ist, die Herz­tä­tig­keit des Pati­en­ten vor Ort zu ana­ly­sie­ren und das auch von Men­schen ein­ge­setzt wer­den kann, die kei­ne medi­zi­ni­sche Aus­bil­dung haben. Er stellt bei Bedarf den nor­ma­len Rhyth­mus des Her­zens (Sinus­rhyth­mus) durch die Abga­be von Elek­tro­schocks wie­der her und unter­stüt­zen Hil­fe­leis­ten­de bei der Wie­der­be­le­bung. Beim plötz­li­chen Herz-Kries­lauf­still­stand beginnt das Herz zu flim­mern. Leben oder Tod, das ist ab jetzt eine Fra­ge von weni­gen Minu­ten. Um so not­wen­di­ger ist die Gewähr­leis­tung einer effi­zi­en­ten ers­ten Hil­fe in den ers­ten Minu­ten, bevor pro­fes­sio­nel­le Hil­fe am Unfall­ort ein­tref­fen kann. Fol­gen­de Sym­pto­me sind häu­fi­ge Anzei­chen eines ein­set­zen­den plötz­li­chen Herz-Kreis­lauf­still­stands:
  • Kurz­at­mig­keit
  • Brust­schmerz
  • unre­gel­mä­ßi­ger Herz­schlag
  • Bewusst­lo­sig­keit
  • kein Puls
Ein AED muss so rasch wie mög­lich nach dem Ein­tre­ten des plötz­li­chen Herz-Kreis­lauf­still­stand ein­ge­setzt wer­den. In die­sem Zustand atmet der betrof­fe­ne Pati­ent nicht mehr und hat kei­nen Puls. Der plötz­li­che Herz-Kreis­lauf­still­stand führt, wenn unbe­han­delt, inner­halb von Minu­ten zum Tode. Eine Per­son soll­te die Not­ruf­num­mer 144 anru­fen, wäh­rend eine ande­re Per­son sofort mit der Wie­der­be­le­bung (BLS) beginnt. Sobald Sie den AED zur Ver­fü­gung ste­hen haben, kle­ben Sie die Elek­tro­den auf die Brust des Pati­en­ten und fol­gen den Anwei­sun­gen des Geräts. Der AED ana­ly­siert den Herz­rhyth­mus und gibt an, ob ein Schock not­wen­dig ist oder nicht. Danach lei­tet er den Anwen­der durch die Wie­der­be­le­bung. Wir bie­ten Kur­se in Wie­der­be­le­bung (BLS) und der Hand­ha­bung von AEDs an.    

 

Awareness

Wach­heit wäh­rend der Nar­ko­se. Die­se unan­ge­neh­me, unter Umstän­den trau­ma­ti­sie­ren­de Kom­pli­ka­ti­on einer All­ge­mein­an­äs­the­sie tritt dank den moder­nen Über­wa­chungs­mög­lich­kei­ten zum Glück nur sehr sel­ten auf. Pati­en­ten, die das Gefühl haben, wäh­rend einer All­ge­mein­an­äs­the­sie wach gewe­sen zu sein, müs­sen dies unbe­dingt ihrem Anäs­the­sis­ten mit­tei­len!

 

Basic Life Support (BLS)

Als Basic Life Sup­port (BLS) bezeich­net man die Siche­rung der lebens­wich­ti­gen Funk­tio­nen Atmung und Kreis­lauf bzw. die Reani­ma­ti­on im Rah­men der Ers­ten Hil­fe (als lebens­ret­ten­de Sofort­maß­nah­men in Not­fall­si­tua­tio­nen). Der Basic Life Sup­port kann und soll­te von jeder­mann – auch von nicht-pro­fes­sio­nel­len Hel­fern («Lai­en») – durch­ge­führt wer­den! Zum Basic Life Sup­port gehö­ren die Basis­maß­nah­men nach der ABC-Regel: A: Atem­we­ge frei­ma­chen B: Beatmung C: Kom­pres­si­on (engl. «com­pres­si­on») des Brust­korbs (Tho­rax), auch Herz(-Druck)-Massage (HDM) genannt. Wir bie­ten Kur­se in Wie­der­be­le­bung (BLS) und der Hand­ha­bung von AEDs an.

 

Beatmung

Vie­le für All­ge­mein­an­äs­the­sien ver­wen­de­te Medi­ka­men­te haben als Neben­wir­kung eine Dämp­fung der Spon­tan­at­mung. Wäh­rend den meis­ten All­ge­mein­an­äs­the­sien ist des­we­gen eine umgangs­sprach­lich oft als «künst­lich» bezeich­ne­te Beatmung not­wen­dig. Dabei wird die Eigen­at­mung des Pati­en­ten, der davon nichts spürt, mit tech­ni­schen Hilfs­mit­teln unter­stützt oder ganz über­nom­men (assis­tier­te bzw. kon­trol­lier­te Beatmung, Intu­ba­ti­ons­nar­ko­se).

 

Beatmungsgerät

Medi­zi­ni­sches Gerät zur appa­ra­ti­ven, umgangs­sprach­lich als «künst­lich» bezeich­ne­ten Beatmung anäs­the­sier­ter Pati­en­ten. Das soge­nann­te «künst­li­che Coma» bei Pati­en­ten auf Inten­siv­sta­tio­nen ist im Grun­de genom­men nichts ande­res als eine Lang­zeit-Nar­ko­se

 

Beatmungsmaske

Dient dem Anäs­the­sis­ten zur Beatmung des Pati­en­ten, vor allem in der Ein- und Aus­lei­tungs­pha­se von All­ge­mein­an­äs­the­sien. In der Regel wird die Beatmungs­mas­ke kurz vor dem Beginn der All­ge­mein­an­äs­the­sie vor Mund und Nase des Pati­en­ten gehal­ten und so für eine bis zwei Minu­ten Sau­er­stoff gege­ben (Prä­oxy­ge­nie­rung), damit des­sen Blut maxi­mal mit Sau­er­stoff gesät­tigt wird. Bei der soge­nann­ten Mas­ken­nar­ko­se erfolgt die Beatmung des Pati­en­ten wäh­rend der gan­zen Ein­griffs­dau­er mit­tels einer Beatmungs­mas­ke.

 

FMH

Foe­de­ra­tio Med­icorum Hel­ve­ti­corum Lat. für Ver­bin­dung der Schwei­zer Ärz­tin­nen und Ärz­te. Berufs­ver­band der Schwei­zer Ärz­te.

 

Generika

Ein­zahl: Gene­ri­kum Nach Ablauf des Patent­schut­zes des Ori­gi­nal­prä­pa­ra­tes kom­men bei vie­len bewähr­ten Medi­ka­men­ten soge­nann­te Gene­ri­ka (Nach­fol­ge­prä­pa­ra­te) auf den Markt. Die­se haben dann zwar einen ande­ren Namen, beinhal­ten aber die glei­che Wirk­sub­stanz wie das Ori­gi­nal­prä­pa­rat. Sind in der Regel bil­li­ger als das Ori­gi­nal­prä­pa­rat, da für deren Ent­wick­lung (fast) kei­ne For­schung mehr not­wen­dig ist.​

 

Infusion

Ste­ri­le Flüs­sig­keit, wel­che kon­ti­nu­ier­lich über einen gewis­sen Zeit­raum über eine Vene in den Kör­per gelei­tet wird. Infu­sio­nen wer­den vom Anäs­the­sis­ten dazu ver­wen­det um Flüs­sig­keits­ver­lus­te (z.B. durch Blut­ver­lust wäh­rend der Ope­ra­ti­on zu erset­zen) oder um Medi­ka­men­te zu geben.​

 

Injektion

Volks­mund «Sprit­ze». Injek­tio­nen kön­nen in eine Vene (= intra­ve­nös), in einen Mus­kel (= intra­mus­ku­lär) oder unter die Haut (= sub­cu­tan) erfol­gen. Die dafür ver­wen­de­te Nadel wird Injek­ti­ons­ka­nü­le genannt.

 

Intravenöse Regionalanästhesie (IVRA)

Syn­ony­me: Bier-Block*, IV-Block Ein­fa­che und zuver­läs­si­ge Son­der­form der Regio­nal­an­äs­the­sie. Bei die­ser Metho­de wird das Lokal­an­äs­the­ti­kum nicht direkt in die Nähe eines Ner­ven, son­dern in die Venen eines Arms oder Beins gespritzt. Dazu wird die betrof­fe­ne Glied­ma­ße zunächst durch Aus­wi­ckeln blut­leer gemacht. Danach wird der Blut­ein­strom durch eine spe­zi­el­le am Ober­arm bzw. Unter­schen­kel befes­tig­te Man­schet­te unter­bun­den. Anschlie­ßend wird das Venen­sys­tem der betref­fen­den Extre­mi­tät über eine Venen­ka­nü­le mit einem Lokal­an­äs­the­ti­kum gefüllt. Inner­halb von etwa 10 Minu­ten wird der Arm oder das Bein gefühl­los. Intra­ve­nö­se Regio­nal­an­äs­the­sien eig­nen sich sehr gut für kur­ze (max. ca. 45 min) und klei­ne­re Ein­grif­fe an den Extre­mi­tä­ten. *) Carl August Gus­tav Bier, * 24. Novem­ber 1861, † 12. März 1949, war ein deut­scher Chir­urg und Hoch­schul­leh­rer. Er war ein Pio­nier der Regio­nal­an­äs­the­sie­ver­fah­ren wie der Spi­nal­an­äs­the­sie und der intra­ve­nö­sen Regio­nal­an­äs­the­sie, die nach ihm als «Bier-Block» benannt ist.    

 

Intubation

Ein­füh­ren eines fle­xi­blen Plas­tik­schlauchs mit Hil­fe eines Laryn­go­sko­pes durch den Mund oder die Nase bis in die Luft­röh­re (Tra­chea). Wird bei Intu­ba­ti­ons­nar­ko­sen im Rah­men der Nar­ko­se-Ein­lei­tung durch­ge­führt, nach dem der Pati­ent ein­ge­schla­fen ist und des­we­gen davon nichts mit­be­kommt. Sichert die Atem­we­ge und ermög­licht eine maschi­nel­le Beatmung mit einem Respi­ra­tor.

 

Intubationsnarkose

All­ge­mein­an­äs­the­sie, bei der die Beatmung über einen fle­xi­blen Kunst­stoff­schlauch («Beatmungs­schlauch», Tubus) erfolgt. Die Intu­ba­ti­on (Ein­füh­ren des Tubus durch Mund oder Nase bis in die Luft­röh­re) erfolgt im Rah­men der Anäs­the­sie-Ein­lei­tung, jedoch immer erst nach dem der Pati­ent ein­ge­schla­fen ist und davon nichts mehr spürt. Die Beatmung kann dabei manu­ell oder mecha­nisch mit einem Beatmungs­ge­rät (Respi­ra­tor) erfol­gen.

 

Katheter

Dün­ner Plas­tik­schlauch, der in Kör­per­hohl­räu­me (z. B. ein Blut­ge­fäss oder die Harn­bla­se) ein­ge­legt wer­den kann.

 

Laryngoskop

Syn­onym: Kehl­kopf­spie­gel Instru­ment, wel­ches der Anäs­the­sist durch den Mund ein­führt um damit auf den Ein­gang der Luft­röh­re sehen zu kön­nen, wenn er im Rah­men der Anäs­the­sie-Ein­lei­tung einen Tubus ein­führt (Intu­ba­ti­ons­nar­ko­se).

 

Larynxmaske

Syn­onym: Kehl­kopf­mas­ke Spe­zi­el­les Hilfs­mit­tel, das für die Beatmung ver­wen­det wer­den kann. Wird nach der Nar­ko­se-Ein­lei­tung, wenn der Pati­ent ein­ge­schla­fen ist und davon nichts mehr spürt, durch den Mund in den Rachen ein­ge­führt und über dem Ein­gang zur Luft­röh­re plat­ziert. Benö­tigt im Gegen­satz zur Ein­la­ge eines Tra­che­al­tu­bus kein Laryn­go­skop. Die Beatmung kann mit­tels einer Larynx­mas­ke manu­ell oder mecha­nisch mit einem Beatmungs­ge­rät (Respi­ra­tor) erfol­gen.

 

Liquor

Latein: Liqu­or cere­bro­so­spi­na­lis. Im Volks­mund «Rücken­marks­flüs­sig­keit», «Ner­ven­was­ser». Was­ser­kla­re Flüs­sig­keit, wel­che das Gehirn und das Rücken­mark umgibt.​

 

Lokalanästhesie

Syn­onym: ört­li­che Betäu­bung Durch Ein­sprit­zen eines Lokal­an­äs­the­ti­kums direkt in ein (meist klei­nes) Kör­per­are­al wird direkt um die Ein­stich­stel­le her­um eine Schmerz­un­emp­find­lich­keit erzeugt. Lokal­an­äs­the­sien wer­den oft vom Ope­ra­teur bzw. vom Zahn­arzt gesetzt und nicht vom Anäs­the­sis­ten. Das Anäs­the­sie-Team kann zusätz­lich zur Lokal­an­äs­the­sie intra­ve­nös Beru­hi­gungs- oder Schmerz­mit­tel ver­ab­rei­chen (Moni­to­red Anes­the­sia Care).

 

Lokalanästhetika

Ein­zahl: Lokal­an­äs­the­ti­kum Medi­ka­men­te, wel­che zur Erzeu­gung einer Lokal­an­äs­the­sie oder auch einer Regio­nal­an­äs­the­sie ver­ab­reicht wer­den. (Anäs­the­ti­ka)

 

Magensonde

Kunst­stoff­schlauch, der durch die Spei­se­röh­re bis in den Magen gescho­ben wer­den kann, z. B. um vor einer All­ge­mein­an­äs­the­sie Magen­in­halt abzu­sau­gen.

 

Monitored Anesthesia Care (MAC)

Syn­onym: Stand-by Für klei­ne Ein­grif­fe ohne eine All­ge­mein- oder Regio­nal­an­äs­the­sie kann es sinn­voll sein, wenn das Anäs­the­sie-Team den Pati­en­ten trotz­dem über­wacht und betreut. In der Regel wer­den für eine MAC die glei­chen Vor­be­rei­tun­gen getrof­fen wie für eine Anäs­the­sie (Anschlies­sen an die Über­wa­chungs­ge­rä­te, Legen eines Venen­zu­gan­ges).

 

Narkosegas

Grup­pe von spe­zi­el­len Gasen, die nach Ein­at­men das Bewusst­sein aus­schal­ten. Bei nicht koope­ra­ti­ons­fä­hi­gen Pati­en­ten (Kin­der, Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen, Pati­en­ten mit schwe­rer Sprit­zen­pho­bie) kann die Ein­lei­tung einer All­ge­mein­an­äs­the­sie unter Ein­satz eines Nar­ko­se­ga­ses über eine Beatmungs­mas­ke erfol­gen, ohne dass zuvor ein Venen­zu­gang gelegt wer­den muss. Die­ser wird, nach­dem der Pati­ent ein­ge­schla­fen ist, nach­träg­lich aus Sicher­heits­grün­den ange­legt.

 

Nervenschaden

In sel­te­nen Fäl­len kann es nach Regio­nal­an­äs­the­sien zu mehr oder weni­ger aus­ge­präg­ten Beein­träch­ti­gun­gen der Funk­ti­on der blo­ckier­ten Ner­ven kom­men. In den aller­meis­ten Fäl­len bil­den sich die­se Gefühls­stö­run­gen oder Läh­mun­gen mit der Zeit (Tage bis Wochen, sel­ten Mona­te) zurück. Blei­ben­de Schä­di­gun­gen sind ganz sel­ten.

 

Nüchternheitsgrenzen

Unter Nüch­tern­heit wird in der Anäs­the­sio­lo­gie nicht nur die Nüch­tern­heit bezüg­lich Alko­hol, son­dern gene­rell die Nüch­tern­heit bezüg­lich Nah­rungs­mit­teln und Geträn­ken ver­stan­den. Damit es im Rah­men von All­ge­mein­an­äs­the­sien mög­lichst nicht zur gefürch­te­ten Kom­pli­ka­ti­on der Aspi­ra­ti­on kommt, ist es wich­tig, vor Wahl­ein­grif­fen fest­ge­leg­te Nüch­tern­heits­gren­zen ein­zu­hal­ten. Damit der Magen vor der Anäs­the­sie-Ein­lei­tung mög­lichst leer ist, soll der Pati­ent wäh­rend 6 Stun­den kei­ne fes­te Nah­rung oder Milch und wäh­rend 1 Stun­de kei­ne was­ser­kla­ren Flüs­sig­kei­ten mehr zu sich neh­men. Bei Anäs­the­sien für Not­fall­ein­grif­fe, bei denen der Pati­ent die Nüch­tern­heits­gren­zen nicht ein­hal­ten konn­te, wird der Anäs­the­sist in der Regel wenn immer mög­lich eine Regio­nal­an­äs­the­sie emp­feh­len. Ist eine All­ge­mein­an­äs­the­sie aber unum­gäng­lich, wer­den spe­zi­el­le Vor­sichts­mass­nah­men ergrif­fen, um das Risi­ko einer Aspi­ra­ti­on trotz­dem zu mini­mie­ren.

 

Opiate

Star­ke Schmerz­mit­tel. Die­se wer­den vom Anäs­the­sis­ten wäh­rend All­ge­mein­an­äs­the­sien zusam­men mit Anäs­the­ti­ka und Rela­xan­ti­en ver­wen­det um eine siche­re, sta­bi­le und mög­lichst wenig belas­ten­de Durch­füh­rung der All­ge­mein­an­äs­the­sie zu gewähr­leis­ten. Opi­ate wer­den zudem auch zur Behand­lung von star­ken Schmer­zen unmit­tel­bar nach ope­ra­ti­ven Ein­grif­fen ein­ge­setzt. Zu den Opi­aten gehö­ren zum Bei­spiel Duro­ge­sic®, Fen­ta­nyl, Metha­don, Mor­phi­um, MST®, Oxy­c­o­don, Pethi­din®, Remi­fen­ta­nil, Tar­gin®, Tra­ma­dol u. a.

 

PONV

Post­ope­ra­ti­ve Nau­sea and Vomi­ting (post­ope­ra­ti­ve Übel­keit und Erbre­chen) ist eine meist harm­lo­se, aber sub­jek­tiv unan­ge­neh­me Neben­wir­kung von All­ge­mein­an­äs­the­sien, sel­te­ner auch von Regio­nal­an­äs­the­sien. Sie tritt ohne Pro­phy­la­xe bei etwa 20 % der Pati­en­ten, bei Kin­dern noch etwas häu­fi­ger auf. Bekann­te Risi­ko­fak­to­ren für PONV sind z. B.

  • PONV bei frü­he­ren Anäs­the­sien,
  • weib­li­ches Geschlecht,
  • Nicht­rau­cher,
  • Nei­gung zu Rei­se­krank­heit (Kine­to­se).

Vor der Anäs­the­sie-Ein­lei­tung kann eine medi­ka­men­tö­se Pro­phy­la­xe ver­ab­reicht wer­den, die die Wahr­schein­lich­keit des Auf­tre­tens von PONV deut­lich ver­rin­gert, dies jedoch nicht in jedem Fall ver­hin­dern kann.

 

Prämedikation

Der Begriff hat zwei Bedeu­tun­gen:
  • Auf­klä­rungs- und Infor­ma­ti­ons­ge­spräch, das der Anäs­the­sist vor der Anäs­the­sie mit dem Pati­en­ten führt.
  • Medi­ka­men­tö­se Vor­be­rei­tung des Pati­en­ten vor Beginn der Anäs­the­sie-Ein­lei­tung durch Gabe von Beru­hi­gungs­mit­teln.

 

Präoxygenierung

Damit die Sau­er­stoff­sät­ti­gung im Blut des Pati­en­ten zu Beginn der Anäs­the­sie opti­mal ist, wird dem Pati­en­ten unmit­tel­bar vor und wäh­rend der Anäs­the­sie-Ein­lei­tung über eine Beatmungs­mas­ke Sau­er­stoff ver­ab­reicht.

 

Regionalanästhesie

Syn­ony­me: Teil­an­äs­the­sie, Teil­nar­ko­se Bei Regio­nal­an­äs­the­sien wer­den grös­se­re Kör­per­area­le (gan­zer Arm, gan­zes Bein, gan­ze unte­re Kör­per­hälf­te) schmerz­un­emp­find­lich gemacht. Der Anäs­the­sist nützt dabei sei­ne Ana­to­mie-Kennt­nis­se um gezielt die Ner­ven, die ein gan­zes Kör­per­are­al ver­sor­gen, mit­tels geziel­ter Injek­ti­on von Lokal­an­äs­the­ti­ka zu blo­ckie­ren. Heu­te wird die punkt­ge­naue Appli­ka­ti­on der Lokal­an­äs­the­ti­ka mehr­heit­lich unter Ultra­schall­kon­trol­le durch­ge­führt. Da zuerst an der Punk­ti­ons­stel­le eine Lokal­an­äs­the­sie gesetzt wird, ist der Vor­gang in der Regel prak­tisch schmerz­frei. Nach dem Ein­sprit­zen des Lokal­an­äs­the­ti­kums wird das betrof­fe­ne Kör­per­ge­biet zuerst warm, es kann kurz­zei­tig zu einem leich­ten Krib­beln kom­men. Danach tritt die gewünsch­te Gefühl­lo­sig­keit und Schmerz­un­emp­find­lich­keit, aber auch eine vor­über­ge­hen­de Läh­mung der Mus­ku­la­tur ein. Je nach ver­wen­de­tem Lokal­an­äs­the­ti­kum hält die Wir­kung der Regio­nal­an­äs­the­sie zwi­schen einer und etwa vier Stun­den an. Damit für den Pati­en­ten das ruhi­ge Dalie­gen stress­frei und ange­nehm ist, kann er über Kopf­hö­rer Musik hören und es kön­nen bei Bedarf zusätz­lich Beru­hi­gungs- oder / und Schmerz­mit­tel gege­ben wer­den (Anal­go­se­da­ti­on). In der ambu­lan­ten Anäs­the­sie wer­den vor allem zwei Regio­nal­an­äs­the­sie­for­men durch­ge­führt:

  • Blo­cka­de des Ple­xus axil­la­ris («Ple­xus­an­äs­the­sie»): Dabei erfolgt die Punk­ti­on in der Ach­sel­höh­le, da dort die Ner­ven, die den Arm ver­sor­gen beson­ders gut zugäng­lich sind. Führt zur Regio­nal­an­äs­the­sie des gan­zen Armes. Opti­mal für hand­chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe.
  • Spi­nal­an­äs­the­sie: gehört zu den sog. «rücken­marks­na­hen» Regio­nal­an­äs­the­sien, da die Punk­ti­on im Bereich der Wir­bel­säu­le erfolgt. Dabei wird das Rücken­mark jedoch nicht tan­giert! Bei der Spi­nal­an­äs­the­sie erfolgt die Punk­ti­on in Sei­ten­la­ge oder im Sit­zen im Bereich der unte­ren Len­den­wir­bel. Führt zu einer Regio­nal­an­äs­the­sie der gan­zen unte­ren Kör­per­hälf­te. Opti­mal z. B. für Venen­ope­ra­tio­nen (Vari­zen), Knie­spie­ge­lun­gen, Hämor­rhoi­den-Ope­ra­tio­nen etc.

Eine Son­der­form der Regio­nal­an­äs­the­sie ist die intra­ve­nö­se Regio­nal­an­äs­the­sie (IVRA).

 

Relaxantien

Ein­zahl: Relax­ans Medi­ka­men­te, mit denen eine Läh­mung der Mus­ku­la­tur erzeugt wer­den kann. Wer­den bei der All­ge­mein­an­äs­the­sie zur Erleich­te­rung der Intu­ba­ti­on und der Beatmung ein­ge­setzt.

 

Respirator

sie­he Beatmungs­ge­rät

 

Sedativa

Ein­zahl: Seda­tiv­um Medi­ka­men­te, die zur Beru­hi­gung und Ent­span­nung vor Anäs­the­sien und wäh­rend Regio­nal- und Lokal­an­äs­the­sien gege­ben wer­den kön­nen. Dazu gehö­ren z. B. Dor­mi­cum®, Lexo­ta­nil®, Temes­ta®.

 

SGAR

Sie­he SSAPM

 

Shivering

Käl­te­zit­tern nach einer All­ge­mein­an­äs­the­sie, sel­ten auch nach einer Regio­nal­an­äs­the­sie. Auch wenn mit ver­schie­de­nen Mass­nah­men (Wär­me­de­cken, Wär­me­mat­ten, gewärm­te Infu­sio­nen) ver­sucht wird, die­ses mög­lichst zu ver­hin­dern, kann der Kör­per wäh­rend (län­ger dau­ern­den) Ein­grif­fen lang­sam aus­küh­len, da durch die Anäs­the­sie die Tem­pe­ra­tur­re­gu­la­ti­on vor­über­ge­hend beein­träch­tigt wird. Um nach Abklin­gen der Anäs­the­sie mög­lichst rasch die nor­ma­le Kör­per­tem­pe­ra­tur wie­der zu errei­chen, wird ein Zit­tern der Mus­ku­la­tur aus­ge­löst, da der Kör­per deren «Abwär­me» zum Auf­hei­zen ver­wen­den kann.

 

Spinalkanal

Wir­bel­ka­nal. Knö­cher­ner Kanal, der durch die Wir­bel gebil­det wird. In ihm ver­läuft das Rücken­mark von der Schä­del­ba­sis bis etwa auf die Höhe des obers­ten Len­den­wir­bels. Das Rücken­mark ist dabei von einer schüt­zen­den Hül­le (dem Dural­sack) umge­ben und «schwimmt» in einer Flüs­sig­keit (Liqu­or).

 

SRC

Swiss Resus­ci­ta­ti­on Coun­cil (Schwei­ze­ri­scher Rat für Reani­ma­ti­on) Vsi­on In der Schweiz erhält jeder Betrof­fe­ne im Fal­le eines Kreis­lauf­still­stan­des die opti­ma­le Ver­sor­gung, um mit best­mög­li­cher Qua­li­tät zu über­le­ben. Die Mis­si­on des SRC ist es, in der Bevöl­ke­rung und in den Ein­rich­tun­gen des Gesund­heits­we­sens
  • das The­ma Kreis­lauf­still­stand im Bewusst­sein zu ver­an­kern.
  • die Prin­zi­pi­en der Über­le­bens­ket­te bekannt zu machen.
  • die Bereit­schaft und Befä­hi­gung zur Reani­ma­ti­on durch Aus­bil­dung zu för­dern.
  • wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se zur Reani­ma­ti­on durch Emp­feh­lun­gen zu ver­brei­ten.
  • die Qua­li­tät der Aus­bil­dung und die Wirk­sam­keit der Reani­ma­ti­ons­be­mü­hun­gen zu för­dern.
  • die Koor­di­na­ti­on und Koope­ra­ti­on mit natio­na­len und inter­na­tio­na­len Part­nern sicher zu stel­len.
  • die Wirk­sam­keit kon­kre­ter Mass­nah­men und das Gesamt­ergeb­nis zu eva­lu­ie­ren

 

SSAPM

Swiss Socie­ty for Anes­the­sio­lo­gy and Peri­ope­ra­ti­ve Medi­ci­ne. Berufs­ver­band der in der Schweiz täti­gen Anäs­the­sie­ärz­tin­nen und ‑ärz­te. (Frü­her: Schwei­ze­ri­sche Gesell­schaft für Anäs­the­sio­lo­gie und Reani­ma­ti­on, SGAR)

 

Stethoskop

Instru­ment, mit dem die Kör­per­höh­len abge­hört wer­den kön­nen. Mit ihm kön­nen das Herz und die Lun­ge, aber z. B. auch der Darm unter­sucht wer­den. Der Anäs­the­sist ver­wen­det das Ste­tho­skop, um die kor­rek­te Posi­ti­on des Tra­che­al­tu­bus nach der Intu­ba­ti­on und die Beatmung bei Voll­nar­ko­sen zu über­prü­fen.

 

Trachealtubus

Fle­xi­bler Plas­tik­schlauch der im Rah­men der Intu­ba­ti­on mit Hil­fe eines Laryn­go­sko­pes durch den Mund oder die Nase bis in die Luft­röh­re (Tra­chea) ein­ge­führt wird. Dient bei Intu­ba­ti­ons­nar­ko­sen zur Beatmung des Pati­en­ten.

 

Venenzugang

Aus Sicher­heits­grün­den muss vor jeder Anäs­the­sie ein Venen­zu­gang (dün­ne Plas­tik­ka­nü­le in einer Vene an einem Arm oder Bein) gelegt wer­den. Damit kön­nen einer­seits die Anäs­the­ti­ka zuge­führt wer­den, ande­rer­seits den Vital­funk­tio­nen ent­spre­chend not­wen­di­ge Medi­ka­men­te und Infu­sio­nen.

 

Zahnschaden

In sehr sel­te­nen Fäl­len kann es bei der Intu­ba­ti­on zu Schä­den an den Zäh­nen kom­men. Meis­tens sind die obe­ren Schnei­de­zäh­ne betrof­fen. Es ist des­halb wich­tig, dass Sie uns über das Vor­lie­gen locke­rer Zäh­ne und von emp­find­li­chen Kro­nen infor­mie­ren.

 

 


 

Für Ärzte

Ambulante Anästhesie

Die Ärz­te­ge­mein­schaft für Pra­xis-Anäs­the­sie ist auf die Durch­füh­rung von Anäs­the­sien für ambu­lan­te Ein­grif­fe in Arzt- und Zahn­arzt­pra­xen spe­zia­li­siert. Dank unse­rem Know-how und der moder­nen und kurz wirk­sa­men Anäs­the­ti­ka ist es mög­lich, die All­ge­mein- und Regio­nal­an­äs­the­sie-Ver­fah­ren indi­vi­du­ell und mass­ge­schnei­dert an jede Situa­ti­on anzu­pas­sen.

Auf­grund der umfas­sen­den Wei­ter­bil­dung und lang­jäh­ri­gen Tätig­keit als Kader­ärz­te in Spi­tä­lern sind unse­re Anäs­the­sis­ten mit dem gesam­ten Spek­trum anäs­the­sio­lo­gi­scher Ver­fah­ren und Tech­ni­ken bes­tens ver­traut und beherr­schen auch die Behand­lung all­fäl­li­ger spe­zi­fi­scher Kom­pli­ka­tio­nen.

Für ambu­lan­te Ein­grif­fe mit Anäs­the­sie kom­men haupt­säch­lich Pati­en­ten der ASA-Risi­koklas­sen I und II (aus­nahms­wei­se III) in Fra­ge sowie auch Kin­der (ab 2 Jah­ren) und Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen.

Wir garan­tie­ren Ihnen eine hoch­pro­fes­sio­nel­le Dienst­leis­tung. Alle von uns ange­wen­de­ten Ver­fah­ren ent­spre­chen den jeweils gel­ten­den Sicher­heits- und Qua­li­täts­stan­dards der Swiss Socie­ty for Anes­the­sio­lo­gy and Peri­ope­ra­ti­ve Medi­ci­ne (SSAPM).

Angebot für operativ tätige Ärzte und Zahnärzte

Ope­ra­ti­ve Fach­rich­tun­gen

Ambu­lan­te Ein­grif­fe mit einer Anäs­the­sie sind in prak­tisch allen ope­ra­ti­ven Fach­rich­tun­gen denk­bar:

  • All­ge­mei­ne Chir­ur­gie
  • Hand­chir­ur­gie
  • Plas­ti­sche und ästhe­ti­sche Chir­ur­gie
  • Ortho­pä­die
  • Gynä­ko­lo­gie
  • Uro­lo­gie
  • Oph­thal­mo­lo­gie
  • Der­ma­to­lo­gie
Inter­ven­tio­nel­le Dia­gnos­tik

Bei Inter­ven­tio­nen in inter­nis­ti­schen und dia­gnos­ti­schen Dis­zi­pli­nen sind oft zumin­dest Anal­go­se­da­tio­nen mit anäs­the­sio­lo­gi­scher Über­wa­chung not­wen­dig:

  • Gas­tro­en­te­ro­lo­gie
  • Kar­dio­lo­gie
  • Radio­lo­gie
Zahn­me­di­zin / Mund-Kie­fer-Gesichts­chir­ur­gie

In der Zahn­me­di­zin, der zahn­ärzt­li­chen Chir­ur­gie sowie der Mund-Kie­fer-Gesichts­chir­ur­gie sind die Vor­tei­le einer Behand­lung in Nar­ko­se vor allem bei Kin­dern und Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen, aber auch bei Angst­pa­ti­en­ten offen­sicht­lich.

Equip­ment und Team

Für unse­re Ein­sät­ze brin­gen wir in der Regel unse­re eige­ne Aus­rüs­tung (Medi­zin­tech­nik, Ver­brauchs­ma­te­ri­al und Medi­ka­men­te) mit. Unse­re Teams bestehen immer aus einem erfah­re­nen Anäs­the­sis­ten und einer eben­so erfah­re­nen Fach­per­son für Anäs­the­sie- oder Inten­siv­pfle­ge.

Wahl des Anäs­the­sie­ver­fah­rens

Die Aus­wahl des adäqua­ten Anäs­the­sie­ver­fah­rens tref­fen wir von Fall zu Fall indi­vi­du­ell. Die­se hängt einer­seits von der Art des Ein­griffs ab, ande­rer­seits auch von per­sön­li­chen Bedürf­nis­sen Ihres Pati­en­ten und von den medi­zi­ni­schen Umstän­den.

Anäs­the­sio­lo­gi­sche Ope­ra­bi­li­täts­ab­klä­rung

Wir über­neh­men die anäs­the­sio­lo­gi­sche Ope­ra­bi­li­täts­ab­klä­rung und die Über­wa­chung und Betreu­ung Ihrer Pati­en­ten wäh­rend des gesam­ten Auf­ent­hal­tes in Ihrer Pra­xis, so dass Sie sich voll auf den von Ihnen geplan­ten Ein­griff kon­zen­trie­ren kön­nen.

Kon­tak­tie­ren Sie uns! Wir freu­en uns auf die Zusam­men­ar­beit mit Ihnen und Ihrem Pra­xis-Team!

 


 

Für Ärzte

Klinik- und Spitalvertretungen

Ger­ne füh­ren wir Stell­ver­tre­tun­gen in Ihrer Kli­nik bzw. Ihrem Spi­tal durch. Unse­re erfah­re­nen Anäs­the­sis­ten decken das gan­ze Spek­trum von Anäs­the­sien für die erwei­ter­te chir­ur­gi­sche Grund­ver­sor­gung ab. Mög­lich sind in ers­ter Linie Tages­ein­sät­ze im regu­lä­ren Ope­ra­ti­ons­be­trieb. Bei län­ge­ren Enga­ge­ments sind nach ent­spre­chen­der Ein­ar­bei­tung auch Nacht- und Wochen­end­diens­te mög­lich.

Kon­tak­tie­ren Sie uns!

 


 

Für Ärzte

Patientenbetreuung

Wir legen gröss­ten Wert auf eine indi­vi­du­el­le und umfas­sen­de anäs­the­sio­lo­gi­sche Betreu­ung Ihrer Pati­en­ten!

Pati­en­ten­in­for­ma­ti­on

Sobald Sie uns einen Pati­en­ten ange­mel­det haben, erhält die­ser von uns wenn mög­lich per Mail andern­falls per Post eine über­sicht­li­che und infor­ma­ti­ve Pati­en­ten­in­for­ma­ti­on zuge­stellt. Zusätz­lich fin­den inter­es­sier­te Pati­en­ten auf unse­re Home­page ein umfas­sen­des Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot zu allen Aspek­ten der ambu­lan­ten Anäs­the­sie.
Übli­cher­wei­se ruft der zustän­di­ge Anäs­the­sist den Pati­en­ten am Vor­abend vor dem geplan­ten Ope­ra­ti­ons­ter­min per­sön­lich zu Hau­se an und bespricht mit ihm das vor­ge­se­he­ne Pro­ze­de­re, erläu­tert die spe­zi­fi­schen Risi­ken und beant­wor­tet Fra­gen. Wün­sche des Pati­en­ten wer­den wenn immer mög­lich berück­sich­tigt!
Falls erfor­der­lich oder vom Pati­en­ten gewünscht, wird in einer Anäs­the­sie­sprech­stun­de die Vor­be­spre­chung und anäs­the­sio­lo­gi­sche Unter­su­chung durch­ge­führt.

Prä­ope­ra­ti­ve anäs­the­sio­lo­gi­sche Beur­tei­lung

Neben der Pati­en­ten­in­for­ma­ti­on erhält der Pati­ent auch einen Gesund­heits­fra­ge­bo­gen, wel­chen er uns sofort aus­ge­füllt retour­nie­ren muss. Die­se Anga­ben die­nen uns für eine ers­te, gro­be prä­an­äs­the­sio­lo­gi­sche Risi­ko-Beur­tei­lung.
Prä­ope­ra­ti­ve Rou­ti­ne-Unter­su­chun­gen (Labor, Ruhe-EKG, Tho­rax-Rönt­gen­bild etc.) sind aus anäs­the­sio­lo­gi­scher Sicht im ambu­lan­ten Set­ting in der Regel nicht indi­ziert. Sind auf­grund der Ant­wor­ten im Fra­ge­bo­gen aus­nahms­wei­se zusätz­li­che Abklä­run­gen oder Vor­be­hand­lun­gen not­wen­dig, so set­zen wir uns umge­hend mit dem Pati­en­ten, Ihnen und allen­falls dem Haus­arzt in Ver­bin­dung, um das wei­te­re Vor­ge­hen abzu­spre­chen. Mög­li­che Situa­tio­nen, die dies bedin­gen kön­nen, sind zum Bei­spiel (Lis­te nicht abschlies­send):

  • Myo­kard­in­farkt oder insta­bi­le Angi­na pec­to­ris in den letz­ten 6 Mona­ten
  • COPD / Asth­ma mit schwe­rer Anstren­gungs­dyp­noe, Schlaf-Apnoe
  • (Schlecht ein­ge­stell­ter) Dia­be­tes mel­li­tus
  • bekann­te Nie­ren- oder Leber­er­kran­kung
  • Zustand nach Organ­trans­plan­ta­ti­on, Immun­sup­pres­si­on
  • Schwer­wie­gen­de Pro­ble­me bei frü­he­ren Anäs­the­sien

In sel­tens­ten Ein­zel­fäl­len kann es in sol­chen Situa­tio­nen vor­kom­men, dass ein Ope­ra­ti­ons­ter­min etwas ver­scho­ben wer­den muss, oder noch sel­te­ner, dass wir die Durch­füh­rung einer ambu­lan­ten Anäs­the­sie ableh­nen müs­sen.

Nüch­tern­heits­ge­bot

Am Ein­griffs­tag muss der Pati­ent vor der Anäs­the­sie-Ein­lei­tung zwin­gend fol­gen­de Nüch­tern­zei­ten ein­hal­ten:

  • 6 Stun­den für fes­te Nah­rung und milch­hal­ti­ge Geträn­ke
  • 1 Stun­de für kla­re Flüs­sig­kei­ten wie Was­ser, Sirup, Tee oder schwar­zen Kaf­fee (mit Zucker ad libi­tum)
Vor­be­stehen­de Medi­ka­ti­on

Vor­be­stehen­de Medi­ka­men­te sol­len in der Regel auch am Ein­griffs­tag wie immer ein­ge­nom­men wer­den. Das peri­ope­ra­ti­ve Regime im Zusam­men­hang mit Anti­ko­agu­lan­ti­en wird von Ihnen recht­zei­tig fest­ge­legt. All­fäl­li­ge wei­te­re Aus­nah­men bespre­chen wir im Rah­men unse­res tele­fo­ni­schen Vor­be­rei­tungs­ge­sprä­ches mit dem Pati­en­ten.

Anäs­the­sie

Im Wis­sen dar­um, dass dies neben Fach­kom­pe­tenz und Erfah­rung die wich­tigs­te Vor­aus­set­zung für das siche­re Durch­füh­ren jeder Anäs­the­sie ist, set­zen unse­re Teams alles dar­an, Ihre Pati­en­ten am Ein­griffs­tag in einer ruhi­gen, ent­spann­ten Atmo­sphä­re ein­fühl­sam und kom­pe­tent zu betreu­en! Die Anäs­the­sie-Ein­lei­tung benö­tigt in der Regel 15 – 20 Minu­ten. Etwa 5 – 10 Minu­ten nach dem Ein­griffs­en­de ist in aller Regel auch die Anäs­the­sie been­det. Der Pati­ent muss nun noch etwa 30 – 60 Minu­ten vor­zugs­wei­se in einem sepa­ra­ten Raum über­wacht wer­den.

Ent­las­sung nach Hau­se

Sobald sich der Pati­ent wohl fühlt, die Vital­funk­tio­nen sta­bil sind, kei­ne über­mäs­si­gen Schmer­zen mehr bestehen und kei­ne Übel­keit (mehr) vor­han­den ist, darf die Ent­las­sung nach Hau­se erfol­gen. Dabei ist zwin­gend die Beglei­tung durch eine erwach­se­ne Bezugs­per­son not­wen­dig. Das selb­stän­di­ge Füh­ren eines Fahr­zeu­ges ist strik­te unter­sagt, auch von der selb­stän­di­gen Benüt­zung von Taxis oder öffent­li­cher Ver­kehrs­mit­tel ohne Beglei­tung wird drin­gend abge­ra­ten. Zu Hau­se soll­te der Pati­ent noch wäh­rend eini­ger Stun­den nicht allein gelas­sen wer­den.

Die Pati­en­ten erhal­ten von uns ein Merk­blatt mit den wich­tigs­ten Punk­ten für die Stun­den nach dem Ein­griff mit nach Hau­se. Die­ses ent­hält:

  • Ver­ord­nun­gen betref­fend Medi­ka­men­ten-Ein­nah­me
  • Anga­ben betref­fend das Füh­ren von Fahr­zeu­gen etc.
  • unse­re Telefonnummer(n)
Nach­be­treu­ung

Auch nach dem Ein­griff sind wir jeder­zeit für Ihre Pati­en­ten erreich­bar!
Eini­ge Tage nach dem Ein­griff ruft der Anäs­the­sist sei­ne Pati­en­ten noch­mals an um sich per­sön­lich nach deren Wohl­erge­hen zu erkun­di­gen.

 


 

Für Ärzte

Voraussetzungen

Wir pas­sen uns fle­xi­bel den räum­li­chen Vor­aus­set­zun­gen Ihrer Pra­xis an und brin­gen unser gesam­tes anäs­the­sio­lo­gi­sches Equip­ment mit. Das Equip­ment umfasst Anäs­the­sie­ge­rä­te, medi­zi­ni­sches Ver­brauchs­ma­te­ri­al, Medi­ka­men­te sowie Not­fall­aus­rüs­tung und ent­spricht sämt­li­chen Stan­dards der Swiss Socie­ty for Anes­the­sio­lo­gy and Peri­ope­ra­ti­ve Medi­ci­ne (SSAPM). In spe­zi­el­len Situa­tio­nen arbei­ten wir ger­ne auch mit bereits vor­han­de­nen Anäs­the­sie­ge­rä­ten, sofern die­se den aktu­el­len Qua­li­täts­an­for­de­run­gen ent­spre­chen und vor­schrifts­ge­mäss gewar­tet sind. Im Rah­men einer regel­mäs­si­gen und engen Zusam­men­ar­beit zie­hen wir gege­be­nen­falls in Erwä­gung, in Ihrem Pra­xis-Ope­ra­ti­ons­saal einen «fixen» Anäs­the­sie­ar­beits­platz zur Ver­fü­gung stel­len.

Platz

Im Ein­griffs­raum benö­ti­gen wir mög­lichst nahe beim OP-Tisch, der Behand­lungs­lie­ge bzw. dem Zahn­arzt­stuhl etwa 2 – 3 Qua­drat­me­ter Boden­flä­che sowie eine Strom­quel­le für die Plat­zie­rung unse­rer Anäs­the­sie­ge­rä­te. Die­se müs­sen sta­bil auf­ge­stellt wer­den kön­nen und jeder­zeit frei zugäng­lich sein. Eben­so muss der rasche Zugang zum Pati­en­ten von allen Sei­ten sicher gestellt sein.

Einrichtung

Gemäss den Stan­dards der Swiss Socie­ty for Anes­the­sio­lo­gy and Peri­ope­ra­ti­ve Medi­ci­ne (SSAPM) sowie den Richt­li­ni­en für die Aner­ken­nung von Pra­xis-Ope­ra­ti­ons­sä­len wer­den zudem fol­gen­de Ein­rich­tun­gen vor­aus­ge­setzt:

  • Not­strom (ist in der Regel durch die Akkus in unse­ren Gerä­ten gewähr­leis­tet)
  • Feu­er­lö­scher
  • Direk­ter Zugang (brei­te Trep­pe, Lift) zum all­fäl­li­gen Abtrans­port eines auf einer Pati­en­ten­tra­ge lie­gen­den Pati­en­ten

Aufwachraum

Für den Pati­en­ten ist es ange­neh­mer, für die post­ope­ra­ti­ve «Auf­wach­pha­se» nicht im Ein­griffs­raum blei­ben zu müs­sen. Dies ist oft aus betrieb­li­chen Grün­den auch gar nicht mög­lich. Des­we­gen ist es wün­schens­wert, bzw. oft unab­ding­bar, dass neben dem Ein­griffs­raum ein sepa­ra­ter, als «Auf­wach­raum» geeig­ne­ter, eini­ger­mas­sen lärm­ge­schütz­ter Neben­raum zur Ver­fü­gung steht. Die­ser muss mit einer beque­men Lie­ge­mög­lich­keit aus­ge­stat­tet sein. Geschätzt wer­den eine Decke zum Zude­cken des Pati­en­ten sowie 1 – 2 Stüh­le für Ange­hö­ri­ge. Zweck­mäs­sig ist es aus­ser­dem, Papier­tü­cher sowie eine Nie­ren­scha­le in der Nähe griff­be­reit zu hal­ten. Wün­schens­wert ist zudem ein ein­fa­cher Pati­en­ten­roll­stuhl für den siche­ren Trans­fer des Pati­en­ten vom Ein­griffs- in den «Auf­wach­raum».

 


 

Für Ärzte

Patientenanmeldung

Das Pro­ze­de­re zur Anmel­dung von Pati­en­ten für eine ambu­lan­te Anäs­the­sie in Ihrer Pra­xis besteht aus zwei Schrit­ten:

1. Die Ter­min­ver­ein­ba­rung

Kon­tak­tie­ren Sie uns um einen Ter­min fest­zu­le­gen, der Ihnen, dem Pati­en­ten und uns passt. Wenn Sie bereits mit uns zusam­men­ge­ar­bei­tet haben, kön­nen Sie den jewei­li­gen Anäs­the­sis­ten auch direkt kon­tak­tie­ren. Ist die gewünsch­te Per­son nicht erreich­bar, wen­den Sie sich bit­te an unser Sekre­ta­ri­at.

2. Die Anga­be der Pati­en­ten­da­ten

Wir benö­ti­gen von Ihnen für jeden Pati­en­ten die­se voll­stän­di­gen Anga­ben:

  • Name, Vor­na­men
  • Anga­be des Geschlechts
  • Geburts­da­tum
  • Voll­stän­di­ge Post­adres­se
  • Telefonnummer(n)
  • Mail­adres­se
  • Bei Kin­dern: Anga­be von Name und Vor­na­men min­des­tens eines Eltern­teils
  • Bei Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen:
    • Name, Vor­na­me und Tele­fon­num­mer eines zustän­di­gen Betreu­ers im Wohn­heim
    • Name, Vor­na­me, Adres­se und Telefonnummer(n) der Eltern oder des Bei­stan­des bzw. Vor­mun­des
  • Bei Sozi­al­hil­fe-Emp­fän­gern: Zustän­di­ge Amts­stel­le (inkl. voll­stän­di­ger Adres­se), Name, Vor­na­me und Tele­fon­num­mer des zustän­di­gen Mit­ar­bei­ters
  • Anga­be des Ver­si­che­rungs­sta­tus (KVG, UVG, IVG, MVG, Selbst­zah­ler), zustän­di­ge Kran­ken­kas­se bzw. Ver­si­che­rung
  • Geplan­ter Ein­griff (inkl. Sei­ten­an­ga­be!)
  • Geschätz­te Ein­griffs­zeit

Die Pati­en­ten­an­mel­dung erfolgt zwin­gend über das Online-For­mu­lar auf die­ser Home­page. Vor Ihrer ers­ten Anmel­dung erhal­ten Sie von uns die Zugangs­in­for­ma­tio­nen für Ihre Pra­xis / Kli­nik (Benut­zer­na­me und Initi­al­pass­wort; letz­te­res müs­sen Sie dann noch durch ein eige­nes Pass­wort erset­zen), mit denen Sie, sich danach jeweils für die Anmel­dung von Pati­en­ten iden­ti­fi­zie­ren kön­nen.

 


 

Für Ärzte

Abrechnung

Anäs­the­sien bei Fäl­len nach KVG, UVG, IVG oder MVG
  • Anäs­the­sien für ambu­lan­te Ope­ra­tio­nen nach Tar­med: In den meis­ten Fäl­len wer­den Sie Ihre Rech­nung gemäss Tar­med zu Las­ten einer Kran­ken­kas­se oder einer Ver­si­che­rung stel­len. Für alle die­se Fäl­le benö­ti­gen wir von Ihnen für unse­re Rech­nungs­stel­lung die Anga­be der von Ihnen ver­rech­ne­ten Ope­ra­ti­ons-Codes, da die Anäs­the­sie-Leis­tun­gen im Tar­med immer mit die­sen ver­knüpft sind. Wir sen­den unse­re Rech­nun­gen in aller Regel direkt an die zustän­di­ge Ver­si­che­rung, wenn dies im Ein­zel­fall (bei KVG-Fäl­len) nicht mög­lich ist, an die Pati­en­ten.
  • Anäs­the­sien für Zahn­be­hand­lun­gen nach Tarif der Schwei­ze­ri­schen Zahn­ärz­te-Gesell­schaft (SSO): In die­sen Fäl­len erstel­len wir eine Tar­med-Rech­nung, die auf der Tarif-Stu­fe für Risi­ko III und der Behand­lungs­zeit beruht. (Die Anga­be der von Ihnen ver­rech­ne­ten SSO-Tarif­po­si­tio­nen ist nicht not­wen­dig.)
    Soll die Abrech­nung zu Las­ten einer Ver­si­che­rung erfol­gen, muss recht­zei­tig – unbe­dingt vor dem geplan­ten Ein­griffs­da­tum! – eine Kos­ten­gut­spra­che ein­ge­holt wer­den. 
Anäs­the­sien bei selbst­zah­len­den Pati­en­ten

Bei ästhe­tisch-chir­ur­gi­schen Ein­grif­fen sowie zahn­ärzt­li­chen Behand­lun­gen müs­sen die Pati­en­ten übli­cher­wei­se auch für die Anäs­the­sie-Kos­ten sel­ber auf­kom­men. In die­sem Fall wen­den wir unse­ren Selbst­zah­ler-Tarif an, der wie der Tar­med eine fixe und eine zeit­ab­hän­gi­ge Kom­po­nen­te hat. Die Abrech­nung umfasst alle Anäs­the­sie-Leis­tun­gen voll­stän­dig (Hono­ra­re, An- und Rück­rei­se des Anäs­the­sie-Teams, Gerä­te­be­nut­zung, medi­zi­ni­sches Ver­brauchs­ma­te­ri­al, Medi­ka­men­te etc.).
Die Rech­nungs­stel­lung kann nach Abspra­che direkt an den Pati­en­ten oder an Sie erfol­gen.

Anäs­the­sien bei betreu­ten Pati­en­ten

Pati­en­ten die von Sozi­al­äm­tern oder ähn­li­chen Insti­tu­tio­nen betreut wer­den, müs­sen sich recht­zei­tig – unbe­dingt vor dem geplan­ten Ein­griffs­ter­min! – bei ihrer Betreu­ungs­stel­le erkun­di­gen, ob die­se die Nar­ko­se­kos­ten für einen geplan­ten Wahl­ein­griffs oder für eine Zahn­be­hand­lung bezah­len, wenn die­se nicht von einer Ver­si­che­rung gedeckt sind.
Für Rech­nun­gen, die durch sozia­le Insti­tu­tio­nen (Sozi­al­amt, Stif­tung etc.) über­nom­men wer­den, wen­den wir den Tarif der Ver­ei­ni­gung der Kan­tons­zahn­ärz­tin­nen und Kan­tons­zahn­ärz­te der Schweiz (VKZS) an.

Kos­ten­schät­zung

Ger­ne erstel­len wir Ihnen auf Wunsch eine Kos­ten­schät­zung. Wir benö­ti­gen dazu von Ihnen die Anga­be der von Ihnen ver­an­schlag­ten unge­fäh­ren Ein­griffs­zeit. 
Hier fin­den Sie eine Tabel­le mit unse­ren Tari­fen.

Boni­täts­kon­trol­le bei Selbst­zah­lern

Bei Selbst­zah­lern füh­ren wir vor­gän­gig eine Boni­täts­kon­trol­le durch und erlau­ben uns gege­be­nen­falls eine Vor­aus­zah­lung zu ver­lan­gen.

Rech­nungs­stel­lung für Kin­der und Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen

Die Rech­nungs­stel­lung für Anäs­the­sien bei Kin­dern und Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen erfolgt in der Regel nach Tar­med (VVG), auch wenn kei­ne Kran­ken­kas­se oder Ver­si­che­rung die Kos­ten über­nimmt. Bei Rech­nun­gen zu Las­ten von Sozi­al­äm­tern etc. wen­den wir den Tarif der Ver­ei­ni­gung der Kan­tons­zahn­ärz­tin­nen und Kan­tons­zahn­ärz­te der Schweiz (VKZS) an-

Rech­nungs­stel­lung und Inkas­so

Die Rech­nungs­stel­lung sowie das gesam­te Inkas­so­ver­fah­ren erfolgt in jedem Fall durch die Ärz­te­kas­se Bern.

Bei Pro­ble­men mit einer Rech­nung wen­den Sie sich bit­te an unser Sekre­ta­ri­at.

 


 

Für Ärzte

Anästhesie-Verfahren

Für ambu­lan­te Ein­grif­fe in der Pra­xis bie­ten sich fol­gen­de Anäs­the­sie­ver­fah­ren an:

Jede Form der Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

  • Die Anäs­the­sie-Ein­lei­tung und ‑Auf­recht­erhal­tung kann intra­ve­nös oder inha­la­tiv durch­ge­führt wer­den.
  • Die Beatmung bzw. die Atem­weg­si­che­rung kann situa­tiv ange­passt über eine Beatmungs­mas­ke, eine Larynx­mas­ke oder einen oral oder nasal ein­ge­führ­ten Tra­che­al­tu­bus erfol­gen.

Einige Regionalanästhesie-Verfahren

  • Spi­nal­an­äs­the­sien mit kurz wirk­sa­men Lokal­an­äs­the­ti­ka
  • Blo­cka­den des Ple­xus axil­la­ris in aller Regel unter Ultra­schall­kon­trol­le (oder nur noch sel­ten mit­tels Ner­ven­sti­mu­la­tor)
  • Intra­ve­nö­se Regio­nal­an­äs­the­sien (IV-Block) des Armes oder Bei­nes
  • Finger‑, Hand- und Fuss­blo­cka­den

In geeig­ne­ten Fäl­len, vor allem bei unan­ge­neh­men oder schmerz­haf­ten dia­gnos­ti­schen Inter­ven­tio­nen, kön­nen auch ledig­lich ober­fläch­li­che Anal­go­se­da­tio­nen durch­ge­führt wer­den. Zudem bie­ten wir ergän­zend zu von Ihnen durch­ge­führ­ten Lokal­an­äs­the­sien zusätz­li­che anäs­the­sio­lo­gi­sche Betreu­un­gen (frü­her als «Stand-by», heu­te vor­zugs­wei­se als «Moni­to­red Anes­the­sia Care», MAC, bezeich­net) an. 

Bei jedem Pati­en­ten bespre­chen wir mit Ihnen, wel­ches Anäs­the­sie­ver­fah­ren für den Ein­griff geeig­net ist. Neben pro­zes­sua­len und infra­struk­tu­rel­len Fak­to­ren ist uns auch die Berück­sich­ti­gung all­fäl­li­ger Pati­en­ten­wün­sche ein gros­ses Anlie­gen.

Unse­re Anäs­the­sie-Teams bestehen immer aus einem erfah­re­nen Anäs­the­sis­ten sowie einer eben­so erfah­re­nen Anäs­the­sie­pfle­ge- oder Inten­siv­pfle­ge-Fach­per­son.

Es ist uns ein ste­tes Anlie­gen, unse­re Ver­fah­ren im Detail an das ambu­lan­te Set­ting anzu­pas­sen. Wir legen gros­sen Wert auf die peri- und post­ope­ra­ti­ve Schmerz­the­ra­pie sowie auf eine best­mög­li­che anti­eme­ti­sche Pro­phy­la­xe.

 


 

Über uns

Team

Anästhesieärztinnen und ‑ärzte

Dr. med.
Michael Preuss

Fach­arzt für Anäs­the­sio­lo­gie (D, FMH-Aner­ken­­nung)
Zusatz­aus­bil­dun­gen (D) in Not­fall­me­di­zin, spe­zi­el­ler Schmerz­the­ra­pie und Pal­lia­tiv­me­di­zin
Gene­ral­se­kre­tär ASOBA
ALS-Instruk­­tor ERC
076 746 81 78

Fachfrauen Anästhesie- und Intensivpflege

Romy Jordi

Dipl. Exper­tin Inten­siv­pfle­ge NDS HF
Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin HF
BLS- / AED-Instruk­t­o­rin SRC

Monika Hinz

Dipl. Exper­tin Inten­siv­pfle­ge NDS HF

Katja Laffer

Dipl. Exper­tin Anäs­the­sie­pfle­ge NDS HF
Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin HF

Gaby Striffler

Dipl. Exper­tin Anäs­the­sie­pfle­ge NDS HF

Ingrid Traub

Dipl. Exper­tin Inten­siv­pfle­ge NDS HF
Kader­aus­bil­dung für Sta­ti­ons­lei­tun­gen

Susanne Wyss

Dipl. Exper­tin Anäs­the­sie­pfle­ge NDS HF

Sekretariat

 


 

Über uns

Philosophie

Erfahrung

Nach lang­jäh­ri­ger Aus­bil­dung und Erfah­rung als Kader­ärz­te in Spi­tä­lern haben wir uns im Jahr 2010 zur «Ärz­te­ge­mein­schaft für Pra­xis-Anäs­the­sie» for­miert und uns auf die Durch­füh­rung von Anäs­the­sien in Pra­xis-Ope­ra­ti­ons­sä­len und Zahn­arzt­pra­xen spe­zia­li­siert.

Der Patient im Zentrum

Bei unse­rer gesam­ten Tätig­keit steht das Wohl­be­fin­den und die Sicher­heit des Pati­en­ten stets im Zen­trum.

Teamwork

Die kol­le­gia­le Zusam­men­ar­beit mit unse­ren Part­nern, den ope­ra­tiv täti­gen Ärz­ten und Zahn­ärz­ten, erfolgt immer unter dem Mot­to des Team­works:
«Zusam­men sind wir stark».

Sicherheit und Qualität

Wir füh­ren unse­re Anäs­the­sien auf min­des­tens gleich hohem Niveau wie im Spi­tal durch. Effi­zi­enz und Kos­ten­be­wusst­sein sind uns dabei in unse­rer täg­li­chen Arbeit wich­tig. Alle von uns ange­wen­de­ten Ver­fah­ren ent­spre­chen den jeweils gel­ten­den Sicher­heits- und Qua­li­täts­stan­dards der Swiss Socie­ty for Anes­the­sio­lo­gy and Peri­ope­ra­ti­ve Medi­ci­ne (SSAPM). 

 


 

Sicherheit

Safety first!

Die Tätig­kei­ten der Anäs­the­sis­ten ist gewis­ser­mas­sen mit der­je­ni­gen von Pilo­ten ver­gleich­bar. Wie in der Flie­ge­rei wird in der Anäs­the­sio­lo­gie der Sicher­heit obers­te Prio­ri­tät ein­ge­räumt. Der Ablauf einer Anäs­the­sie ist ähn­lich jenem eines Flu­ges:

  • Prä­me­di­ka­ti­on: Flug­pla­nung, Flug­vor­be­rei­tung (Brie­fing)
  • Anäs­the­sie-Ein­lei­tung: Start, Steig­flug
  • Anäs­the­sie-Fort­füh­rung wäh­rend des Ein­grif­fes: Rei­se­flug
  • Anäs­the­sie-Aus­lei­tung: Sink­flug, Lan­dung
  • Post­me­di­ka­ti­on: Flug­nach­be­spre­chung (Debrie­fing)

Sicherheitsstandards

Alle von uns ange­wen­de­ten Ver­fah­ren ent­spre­chen den jeweils gel­ten­den Sicher­heits- und Qua­li­täts­stan­dards der Swiss Socie­ty für Anaes­the­sio­lo­gy and Peri­ope­ra­ti­ve Medi­ci­ne (SSAPM).  Anäs­the­sis­ten und Pilo­ten wer­den wäh­rend Ihrer lang­jäh­ri­gen Aus­bil­dung auf die Ein­hal­tung höchs­ter Sicher­heits­stan­dards «getrimmt». Sie sind des­we­gen als Sicher­heits­exper­ten für die Ein­hal­tung maxi­ma­ler Sicher­heits­stan­dards ver­ant­wort­lich. Sie sind zustän­dig, dass ihre Pati­en­ten, soweit mög­lich auch in Not­fall­si­tua­tio­nen, medi­zi­nisch und psy­cho­lo­gisch opti­mal für den bevor­ste­hen­den Ein­griff vor­be­rei­tet wer­den. Ins­be­son­de­re sind sie ver­ant­wort­lich, dass auch Pati­en­ten mit erheb­li­chen Vor­er­kran­kun­gen oder schwers­ter Ver­let­zun­gen die Behand­lung unbe­scha­det über­ste­hen.

Sicherheiten

Per­so­nel­le Sicher­heit

Mensch­li­ches Ver­sa­gen

Durch Anäs­the­sie beding­te schwer­wie­gen­de Zwi­schen­fäl­le sind heu­te zum Glück extrem sel­ten. Unter­su­chun­gen zei­gen, dass bei sol­chen Zwi­schen­fäl­len in 80 % der Fäl­le «Mensch­li­ches Ver­sa­gen» ver­ant­wort­lich sind. Unser hohes Berufs­ethos ver­pflich­tet uns, die­ses Risi­ko durch fol­gen­de Mass­nah­men zu mini­mie­ren:

  • Wir sind erfah­re­ne Fach- und Kader­ärz­te mit lang­jäh­ri­ger Tätig­keit in Spi­tä­lern.
  • Wir füh­ren unse­re Anäs­the­sien immer in Zwei­er-Teams durch (ein Anäs­the­sist und eine spe­zia­li­sier­te Pfle­ge­fach­per­son).
  • Unse­re Pfle­ge­fach­per­so­nen ver­fü­gen über eine Zusatz­aus­bil­dung in Anäs­the­sie- oder Inten­siv­pfle­ge und über lang­jäh­ri­ge Berufs­er­fah­rung.
  • Bei der Anäs­the­sie-Füh­rung hal­ten wir uns an stan­dar­di­sier­te Abläu­fe und deren Über­prü­fung mit­tels Check­lis­ten.
  • Die fach­li­che Berufs­kom­pe­tenz wird durch die gesetz­li­che Fort­bil­dungs­pflicht für Ärz­tin­nen und Ärz­te sicher­ge­stellt. 
  • Durch geziel­te Besu­che von Kon­gres­sen und Kur­sen im In- und Aus­land bil­den wir uns kon­ti­nu­ier­lich wei­ter.
  • Im Rah­men eines von uns ver­an­stal­te­ten Qua­li­täts­zir­kels tau­schen wir unse­re Erfah­run­gen mit Berufs­kol­le­gen aus.
  • Wir sind Mit­glie­der in ver­schie­de­nen Berufs­ver­bän­den.
  • Durch das regel­mäs­si­ge Stu­di­um von Fach­li­te­ra­tur wird das Wis­sen im Bereich der ambu­lan­ten Anäs­the­sie aktu­ell gehal­ten und kon­ti­nu­ier­lich erwei­tert.

Die Erfül­lung der jähr­li­chen ärzt­li­chen Fort­bil­dungs­pflicht ist eine Vor­aus­set­zung zur Erhal­tung der Fach­arzt­aus­wei­se. Sie ist im Medi­zi­nal­be­ru­fe­ge­setz (MedBG) ver­an­kert und im Detail in der dar­auf beru­hen­den Fort­bil­dungs­ord­nung (FBO) des Schwei­ze­ri­schen Insti­tuts für ärzt­li­che Wei­ter- und Fort­bil­dung (SIWF) der Ver­bin­dung der Schwei­zer Ärz­tin­nen und Ärz­te (FMH) und dem dar­aus abge­lei­te­ten Fort­bil­dungs­pro­gramm (FBP) gere­gelt. Die Ein­hal­tung der ärzt­li­chen Fort­bil­dungs­pflicht wird von den Fach­ge­sell­schaf­ten, in unse­rem Fall von der Swiss Socie­ty für Anaes­the­sio­lo­gy and Peri­ope­ra­ti­ve Medi­ci­ne (SSAPM) kon­trol­liert.

Tech­ni­sche Sicher­heit

Wie im Spi­tal

Wir ver­wen­den die glei­chen medi­zin­tech­ni­schen Gerä­te, das glei­che medi­zi­ni­sche Ver­brauchs­ma­te­ri­al und die glei­chen Medi­ka­men­te wie in den Spi­tä­lern. Unse­re moder­ne Aus­rüs­tung ent­spricht auch den Richt­li­ni­en und Stan­dards der Swiss Socie­ty for Anes­the­sio­lo­gy and Peri­ope­ra­ti­ve Medi­ci­ne (SSAPM) . Hauptt­säch­lich ver­wen­den wir unse­re Appa­ra­tu­ren für die Über­wa­chung (Moni­to­ring) ver­schie­dens­ter Kör­per­funk­tio­nen. Schon bei ein­fa­chen All­ge­mein­an­äs­the­sie-Ver­fah­ren wer­den über 20 ver­schie­de­ne Para­me­ter kon­ti­nu­ier­lich über­wacht. Dane­ben wer­den auch kom­ple­xe­re Gerä­te für ein­zel­ne Mass­nah­men am Pati­en­ten ein­ge­setzt, z. B.

  • Video­la­ryn­go­sko­pe und Fiber­bron­cho­sko­pe im Rah­men der Intu­ba­ti­on
  • Respi­ra­to­ren für die Beatmung
  • Per­fu­so­ren für die kon­ti­nu­ier­li­che Ver­ab­rei­chung von Medi­ka­men­ten und Infu­si­ons­lö­sun­gen
  • Ultra­schall­ge­rä­te für die Bild­ge­bung im Rah­men von Punk­tio­nen.

Tech­ni­sche Minia­tu­ri­sie­rung

Dank der Minia­tu­ri­sie­rung elek­tro­ni­scher Gerä­te ist es uns mög­lich, alle not­wen­di­gen medi­zin­tech­ni­schen Gerä­te mit­zu­füh­ren und vor Ort ein­zu­set­zen.

Nar­ko­se­ap­pa­ra­te

Die von uns ver­wen­de­ten Nar­ko­se­ap­pa­ra­te ver­fü­gen alle über die nach aktu­el­len Stan­dards übli­chen Funk­tio­nen:

  • Inspi­ra­to­ri­sche Sau­er­stoff­mes­sung
  • Kapno­gra­phie
  • Nar­ko­se­gas­mes­sung
  • Beatmungs­druck­ma­no­me­ter
  • High-Flow Sau­er­stoff­by­pass
  • Nar­ko­se­gas­ab­lei­tung

Wir nar­ko­ti­sie­ren ohne Lach­gas.

Moni­to­ring

Die Über­wa­chung wäh­rend jeder Anäs­the­sie umfasst:

  • EKG
  • Blut­druck
  • Sau­er­stoff­sät­ti­gung
  • Atem­ga­se (O2, CO2, Nar­ko­se­gas) bei Voll­nar­ko­se

Von Fall zu Fall kön­nen zusätz­lich zur Anwen­dung kom­men:

  • Bis­pec­tral­index-Ablei­tung (BIS®)
  • TOF-Watch® bei Anäs­the­sie mit Rela­xa­ti­on
  • Tem­pe­ra­tur­mes­sung 

Wir ver­fü­gen immer über die Mög­lich­keit zur Absau­gung von Sekret und Blut aus Mund und Rachen.

Eben­so ist immer eine Aus­rüs­tung für Not­fäl­le vor­han­den:

  • Defi­bril­la­tor
  • Fiber­bron­cho­skop
  • Intra­oss­är­na­del

Die tech­ni­sche War­tung und die regel­mäs­si­gen Kon­trol­len unse­rer Gerä­te wer­den gemäss den Vor­ga­ben der Her­stel­ler- und Lie­fer­fir­men und der gesetz­li­chen Vor­schrif­ten (Medi­zin­pro­duk­te­ver­ord­nung) von spe­zia­li­sier­ten Medi­zin­tech­nik-Fir­men durch­ge­führt.

Medi­ka­men­tö­se Sicher­heit

Zuver­läs­sig­keit

Heu­ti­ge Medi­ka­men­te kön­nen mit einem sehr hohen Sicher­heits- und Zuver­läs­sig­keits­grad ein­ge­setzt wer­den. Dank der moder­nen Über­wa­chungs­tech­no­lo­gien sind die indi­vi­du­el­len Wir­kun­gen der Anäs­the­ti­ka am Pati­en­ten kon­ti­nu­ier­lich beob­acht­bar und kön­nen durch fein abge­stimm­te Dosie­run­gen exakt an die ein­zel­nen Pha­sen der Ope­ra­tio­nen ange­passt wer­den.

Kon­trol­lier­bar­keit

Zur Sicher­heit unse­rer Pati­en­ten set­zen wir nur moder­ne, kurz­wirk­sa­me Prä­pa­ra­te ein. Die gute Steu­er­bar­keit die­ser Medi­ka­men­te hat die ambu­lan­te Anäs­the­sie in Arzt- und Zahn­arzt­pra­xen erst ermög­licht. Damit kön­nen Pati­en­ten bereits kurz nach der Durch­füh­rung eines Ein­grif­fes schnell wie­der nach Hau­se ent­las­sen wer­den, ohne dass Kom­pli­ka­tio­nen wegen Nach­wir­kun­gen (z. B. Opi­at- oder Rela­xan­ti­en­über­hän­ge) befürch­tet wer­den müs­sen.

Pro­zes­sua­le Sicher­heit

Betei­lig­te Par­tei­en

Die Durch­füh­rung eines ambu­lan­ten ope­ra­ti­ven Ein­grif­fes in einer Arzt- oder Zahn­arzt­pra­xis ist ein kom­ple­xer Pro­zess, an dem ver­schie­de­ne Par­tei­en betei­ligt sein kön­nen:

  • Pati­ent
    • Eltern, Betreu­ungs­per­so­nen
    • Mit­ar­bei­ten­de Sozi­al­dienst
    • Bei­stän­de, Vor­mun­de
  • Ope­rie­ren­der Arzt
  • Anäs­the­sie­team
  • Haus­arzt, Kin­der­arzt, Spe­zi­al­ärz­te sowie Mit­ar­bei­ten­de von Pra­xis- und Sekre­ta­ri­at

Koor­di­na­ti­on

Wir haben einen stan­dar­di­sier­ten Ablauf für den anäs­the­sio­lo­gi­schen Pro­zess insti­tu­tio­na­li­siert, der gewähr­leis­tet, dass

  • die Ter­min­ver­ein­ba­rung unkom­pli­ziert und rasch mög­lich ist
  • die Pati­en­ten­in­for­ma­tio­nen recht­zei­tig und inhalt­lich umfas­send kom­mu­ni­ziert wer­den
  • all­fäl­li­ge, die siche­re Durch­füh­rung der Anäs­the­sie in Fra­ge stel­len­de Fak­to­ren recht­zei­tig erkannt wer­den und not­wen­di­ge Mass­nah­men (zusätz­li­che Abklä­run­gen, all­fäl­li­ge Vor­be­hand­lun­gen) ergrif­fen wer­den kön­nen
  • die per­so­nel­le, mate­ri­el­le und appa­ra­ti­ve Ein­satz­be­reit­schaft jeder­zeit gewähr­leis­tet ist
  • auch nach Been­di­gung des Ein­grif­fes und der Anäs­the­sie jeder­zeit ein Anäs­the­sist erreich­bar ist.

Nach­kon­trol­le

Durch regel­mäs­si­ge Nach­be­fra­gun­gen unse­rer Pati­en­ten kon­trol­lie­ren wir die Qua­li­tät unse­rer Anäs­the­sien und die Zufrie­den­heit unse­rer Pati­en­ten.

Auswertung

Wir behal­ten uns vor, Daten in anonym­sier­ter Form für wis­sen­schaft­li­che Zwe­cke und Qua­li­täts­kon­trol­len aus­zu­wer­ten.

 


 

Notfallkurse

Stünd­lich erlei­den in der Schweiz etwa 6 Men­schen einen lebens­be­droh­li­chen Herz­in­farkt, einen Hirn­schlag oder einen Herz-Kreis­lauf­still­stand. Lei­der wis­sen vie­le Men­schen nicht, wie in solch einer Situa­ti­on rich­tig zu reagie­ren ist. Die Angst etwas falsch zu machen blo­ckiert uns oft in die­sem Moment. Dabei sind die Fol­gen bei einem Herz-Kreis­lauf­still­stand fatal, wenn nicht unver­züg­lich eine Reani­ma­ti­on begon­nen wird, also Wie­der­be­le­bungs­mass­nah­men, durch­ge­führt wer­den. Pro Minu­te, in der kei­ne Herz­druck­mas­sa­ge statt­fin­det, sinkt die Über­le­bens­ra­te um ca. 10 Pro­zent. Macht man gar nichts, endet der Herz-Kreis­lauf­still­stand in jedem Fall töd­lich.
Ret­tungs­diens­te in der Schweiz sind in der Regel innert 10 Minu­ten vor Ort. Daher gilt es, die Zeit vom Ereig­nis bis zum Ein­tref­fen des Ret­tungs­diens­tes mit Wie­der­be­le­bungs­mass­nah­men zu über­brü­cken.

BLS steht für «Basic Life Sup­port», Basis-Ers­te-Hil­fe-Mass­nah­men. Unter­stützt wer­den die BLS-Mass­nah­men opti­ma­ler Wei­se durch die Anwen­dung eines AED (Auto­ma­ti­sier­ter Exter­ner Defi­bril­la­tor).

Wir bie­ten SRC-zer­ti­fi­zier­te BLS-AED-Kur­se an: Schu­lun­gen in den Basis­mass­nah­men der Reani­ma­ti­on und dem Umgang mit AEDs. Unse­re Instruk­to­ren sind vom SRC (Swiss Resus­ci­ta­ti­on Coun­cil, «Schwei­ze­ri­scher Rat für Wie­der­be­le­bung») zer­ti­fi­ziert, die Kurs­zie­le rich­ten sich nach den Vor­ga­ben des SRC. Nach Abspra­che sind auch betriebs­spe­zi­fisch kon­fi­gu­rier­te Kur­se mög­lich.

Kursangebote

Kurs 1: BLS-AED-SRC-Kom­pakt (Basic Pro­vi­der)

Ziel­grup­pe
Fir­men, Pri­vat­per­so­nen

Inhalt
Der Kurs behan­delt die The­men zum Erken­nen eines lebens­be­droh­li­chen Not­falls, zur Alar­mie­rung, zur Ein­hal­tung der eige­nen Sicher­heit bei der Hil­fe­leis­tung am Arbeits­platz, in der Frei­zeit wie auch bei aus­ser­ge­wöhn­li­chen Ereig­nis­sen. Die Schu­lung ermög­licht den Teil­neh­men­den das Erler­nen der Grund­fer­tig­kei­ten der Wie­der­be­le­bung (Herz­druck­mas­sa­ge, Beatmung und Defi­bril­la­ti­on mit­tels AED).

Zer­ti­fi­kat
Nach absol­vier­tem Kurs erhält jeder Teil­neh­mer eine Kurs­be­stä­ti­gung.

Vor­aus­set­zung
Die Kur­se wer­den ab 4 Teil­neh­mern durch­ge­führt, pro Kurs maxi­mal 18 Per­so­nen.

Dau­er
3 Stun­den

Kurs­ort
Die Kur­se wer­den bei Ihnen im Betrieb durch­ge­führt. Sie kön­nen tags­über, abends oder auch sams­tags orga­ni­siert wer­den.
Benö­tigt wird ein Raum mit genü­gend Platz zum Sit­zen und Üben, sowie eine hel­le Wand oder Lein­wand für die Schu­lungs­prä­sen­ta­ti­on. Bea­mer, Übungs­ge­rä­te und Unter­la­gen stel­len wir zur Ver­fü­gung.

Offer­te

Kurs 2: BLS-AED-SRC-Kom­plett (Gene­ric Pro­vi­der)

Ziel­grup­pe

  • Medi­zi­ni­sches Fach­per­so­nal wie Ärz­te, Medi­zi­ni­sche Pra­xis­an­ge­stell­te (MPA), Fach­an­ge­stell­te Gesund­heit (FaGe) und Pfle­ge­fach­per­so­nal in Arzt- und Zahn­arzt­pra­xen, Tages­kli­ni­ken, Pfle­ge- und Alters­hei­men
  • «First Respon­der» mit Ver­sor­gungs­auf­trag, wie z. B. Erst­hel­fer in Schwimm­bad­be­trie­ben (Schwimm­leh­rer und Bade­meis­ter), Ange­stell­te von Fit­ness­zen­tren, Feu­er­wehr­leu­te, Schul­per­so­nal, Lehr­be­trie­be, Poli­zei, Zivil­schutz etc.
  • The­ma­tisch Inter­es­sier­te, wie z. B. Ange­hö­ri­ge von Herz­pa­ti­en­ten, sinn­voll ab dem 12. Lebens­jahr

Inhalt
Der Kurs­in­halt ent­spricht den Vor­ga­ben des SRC gemäss den jeweils aktu­el­len Leit­li­ni­en.

  • Erken­nen und Beur­tei­len von Not­fall­si­tua­tio­nen unter Ein­hal­tung der eige­nen Sicher­heit
  • Risi­ko­fak­to­ren bei Herz- und Hirn­in­farkt
  • Pro­blem­lö­sung in Not­fall­si­tua­tio­nen
  • Bewusst­lo­sen-Lage­rung
  • Hand­lungs­ab­lauf gemäss «Algo­rith­mus BLS-AED-SRC»
  • Grund­fer­tig­kei­ten-Trai­ning: Erst­be­ur­tei­lung, Herz­druck­mas­sa­ge, Beatmung
  • Defi­bril­la­ti­on mit­tels AED bei Erwach­se­nen und Kin­dern
  • Indi­ka­ti­on und Kon­tra­in­di­ka­ti­on AED
  • Sicher­heit und Risi­ken AED
  • Ersti­ckungs­not­fall bei Erwach­se­nen und Kin­dern
  • Prak­ti­sches Trai­ning anhand von Fall­bei­spie­len

Zer­ti­fi­kat
Nach Abschluss des Kur­ses wird jedem Teil­neh­mer ein Zer­ti­fi­kat «BLS-AED-SRC-Kom­plett» aus­ge­stellt.
(Die­ses Zer­ti­fi­kat gilt nicht für die Füh­rer­aus­weis­prü­fung)

Vor­aus­set­zung
Die Kur­se wer­den ab 4 Teil­neh­mern durch­ge­führt, pro Kurs jeweils maxi­mal 18 Per­so­nen.

Dau­er
4 Stun­den

Kurs­ort
Die Kur­se wer­den bei Ihnen im Betrieb durch­ge­führt. Sie kön­nen tags­über, abends oder auch sams­tags orga­ni­siert wer­den.
Benö­tigt wird ein Raum mit genü­gend Platz zum Sit­zen und Üben, sowie eine hel­le Wand oder Lein­wand für die Schu­lungs­prä­sen­ta­ti­on. Bea­mer, Übungs­ge­rä­te und Unter­la­gen stel­len wir zur Ver­fü­gung.

Offer­te

Kurs 3: BLS-AED-SRC-Refres­her (Gene­ric Pro­vi­der)

Ziel­grup­pe
Alle Per­so­nen mit Vor­kennt­nis­sen, die bereits einen Kurs BLS-AED-SRC-Kom­plett absol­viert haben und ihre Kennt­nis­se auf­fri­schen und aktua­li­sie­ren wol­len. Die Gül­tig­keit des Zer­ti­fi­ka­tes wird dadurch erneu­ert.

Inhalt
Auf­fri­schungs­kurs nach Besuch eines BLS-AED-SRC-Kom­plett­kur­ses. Der SRC emp­fiehlt die­sen Kurs nach jeweils 2 Jah­ren, ins­be­son­de­re nach Her­aus­ga­be neu­er Leit­li­ni­en.
Er ver­mit­telt anhand rea­lis­ti­scher, nach­ge­stell­ter Sze­na­ri­en prak­ti­sches Wis­sen und ent­spricht den Vor­ga­ben des SRC.

  • Erken­nen und Beur­tei­len von Not­fall­si­tua­tio­nen, inklu­si­ve Herz­in­farkt und Schlag­an­fall
  • Pro­blem­lö­sung in Not­fall­si­tua­tio­nen
  • Bewusst­lo­sen-Lage­rung
  • Hand­lungs­ab­lauf gemäss «Algo­rith­mus BLS-AED-SRC»
  • Grund­fer­tig­kei­ten-Trai­ning: Erst­be­ur­tei­lung, Herz­druck­mas­sa­ge, Beatmung
  • Defi­bril­la­ti­on mit­tels AED bei Erwach­se­nen und Kin­dern
  • Ersti­ckungs­not­fall bei Erwach­se­nen und Kin­dern
  • Prak­ti­sches Trai­ning durch Fall­bei­spie­le

Zer­ti­fi­kat
Nach Abschluss des Kur­ses erhält jeder Teil­neh­mer ein erneu­er­tes Zer­ti­fi­kat «BLS-AED-SRC-Kom­plett».

Vor­aus­set­zung
Die Kur­se wer­den ab 4 Teil­neh­men­den durch­ge­führt, pro Kurs jeweils maxi­mal 12 Per­so­nen.

Dau­er
3 Stun­den

Kurs­ort
Die Kur­se wer­den bei Ihnen im Betrieb durch­ge­führt. Sie kön­nen tags­über, abends oder auch sams­tags orga­ni­siert wer­den.
Benö­tigt wird ein Raum mit genü­gend Platz zum Sit­zen und Üben, sowie eine hel­le Wand oder Lein­wand für die Schu­lungs­prä­sen­ta­ti­on. Bea­mer, Übungs­ge­rä­te und Unter­la­gen stel­len wir zur Ver­fü­gung.

Offer­te

Kun­den­spe­zi­fi­sche Schu­lun­gen

Ihren Wün­schen und Bedürf­nis­sen ent­spre­chend stel­len wir einen mass­ge­schnei­der­ten, Ihrer Pra­xis oder Ihrem Betrieb ange­pass­ten Not­fall­kurs zusam­men.

Ger­ne sind wir Ihnen auch behilf­lich bei

  • der Zusam­men­stel­lung einer Not­fall­ta­sche oder eines Not­fall­kof­fers für Ihren Betrieb
  • der Beschaf­fung von Not­fall­ma­te­ri­al und Not­fall-Medi­ka­men­ten
  • der Zusam­men­stel­lung der not­wen­di­gen und aktu­el­len Doku­men­ta­tio­nen
  • der Schu­lung des wich­tigs­ten medi­zi­ni­schen Hin­ter­grund­wis­sens für alle Mit­ar­bei­ten­den in Ihrem Team

Instruktoren

 


 

Partner

Unse­re Teams füh­ren jähr­lich über 4000 Anäs­the­sien durch. Seit 2010 haben wir mit weit über 150 zufrie­de­nen ope­ra­tiv täti­gen Ärz­ten und Zahn­ärz­ten in deren Pra­xen zusam­men­ge­ar­bei­tet. Nach­fol­gend ein Aus­zug aus unse­ren Refe­ren­zen.

All­ge­mei­ne Chir­ur­gie / Hand­chir­ur­gie / Plas­tisch-ästhe­ti­sche Chir­ur­gie

Chir­ur­gie­zen­trum Solo­thurn
Dr. med. Ueli Abbühl, Hand­chir­ur­gie
Dr. med. Clau­de Bus­sard, Hand­chir­ur­gie
Dr. med. Mar­tin Leim­gru­ber, All­ge­mein­chir­ur­gie
Dr. med. Chris­ti­na Stat­ha­kis, Hand­chir­ur­gie

Plas­ti­sche Chir­ur­gie Sta­del­ho­fen, Zürich
PD Dr. med. Clau­dio Con­tal­do

Arzt­pra­xis Müh­le­matt AG, Zofin­gen
Dr. med. Marc May­er, All­ge­mein­chir­ur­gie

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Kie­fer­chir­ur­gie Baden
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Let’s face it, no look is really complete without the right finishes. Not to the best of standards, anyway (just tellin’ it like it is, babe). Upgrading your shoe game. Platforms, stilettos, wedges, mules, boots—stretch those legs next time you head out, then rock sliders, sneakers, and flats when it’s time to chill.